Eisenbahnkreuzungen in St. Georgen/Stfd. sind nun entschärft

2018 begannen die Arbeiten, jetzt sind Über- und Unterführung fertiggestellt.

Erstellt am 16. Oktober 2021 | 05:47
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Die Unterführung an der Eisenbahnkreuzung Ochsenburger Straße wurde erst vor wenigen Wochen für den Verkehr freigegeben.
Foto: Nadja Straubinger

Einige Todesopfer haben die Eisenbahnkreuzungen entlang der Leobersdorfer Bahnstrecke im Süden St. Pöltens in den vergangenen Jahren gefordert. 2015 nahm sie eine Machbarkeitsstudie von Stadt, ÖBB und Land NÖ unter die Lupe. Jetzt wurden die Maßnahmen bei den Kreuzungen Wolfenberger Straße und Ochsenburger Straße abgeschlossen.

Durch Baumaßnahmen mit einem Investitionsvolumen von 13,8 Millionen Euro wurden die Gefahrenpunkte beseitigt. Diese wurden zu je einem Drittel von der Stadt St. Pölten, den ÖBB und dem Land NÖ übernommen.

Die beteiligten Parteien einigten sich vor einigen Jahren darauf, die beiden Eisenbahnkreuzungen zu schließen und durch die Errichtung einer Überführung bei der Wolfenberger Straße und einer Unterführung bei der Ochsenburger Straße zu ersetzen.

„Damit werden zwei sehr gefährliche Unfallhäufungspunkte beseitigt“, ist man im Rathaus überzeugt. Neben der Verkehrssicherheit werde dadurch auch die Erschließung des Betriebs- und Wohngebietes im Süden die Folge sein.

Überführung seit 2019, Unterführung jetzt fertig

Die Bauarbeiten für die Überführung der Gleise mit einer Brücke nahe der Wolfenberger Straße starteten bereits im Sommer 2018. Die Verbundbrücke aus Stahlträger und Betonfahrbahnplatte hat eine Länge von rund 69 Metern. Die Verankerung erfolgte mittels Großbohrpfählen. „Um den Anforderungen des nicht motorisierten Verkehrs gerecht zu werden, wurde über die gesamte Länge der Brücke und des neuen Straßenzuges ein drei Meter breiter Geh- und Radweg errichtet“, heißt es aus dem Rathaus.

Gleich nach Fertigstellung der Überführung an der Wolfenberger Straße 2019 starteten die Arbeiten für die Unterführung der Eisenbahnkreuzung Ochsenburger Straße. Die Verkehrsfreigabe erfolgte im September.

Die Unterführung setzt sich aus zwei Brücken mit eigenen Stützkonstruktionen zusammen. Eine 180-Grad-Kurve führt die Trasse Richtung Osten, nach einem Linksbogen folgt die Wiedereinbindung in die Ochsenburger Straße. Südlich entstand eine neue Aufschließungsstraße als Ersatz für die Eisenbahnkreuzung Ganzendorf.

Auf der gesamten Länge des neuen Straßenzuges wurde ein 2,5 Meter breiter Geh- und Radweg errichtet. Dieser ist durch einen Grünstreifen von der Fahrbahn getrennt. Zusätzlich gibt es Gehwege inklusive Stiegenanlagen, um zu den Bushaltestellen an der B 20 zu gelangen.