Wilhelmsburger Kinderprojekt hat im Kongo bereits viel erreicht

Familie Lufua ermöglicht Kindern und Jugendlichen in Kinshasa, eine Schule zu besuchen.

Erstellt am 28. November 2021 | 05:19
Lesezeit: 2 Min
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Heuer im Sommer konnte Louis Lufua nach einer langen Pause endlich wieder in den Kongo nach Kinshasa reisen. Er besuchte Schulklassen und unterrichtete auch selbst.
Foto: privat

Ins Leben gerufen hat die Projekte die Mutter von Louis Lufua schon 1992. Damals begann sie, armen Kindern in Kinshasa im Kongo zu helfen. Seither ist vieles geschehen.

Heuer im Sommer konnte Louis Lufua nach einer langen Pause in den Kongo fliegen. „Mit großer Freude habe ich festgestellt, dass unser Team vor Ort das Schulprojekt bestens betreut. Nach einer langen Corona-Pause sind die Schulen mit allen Schulstufen in Betrieb“, freut sich Lufua.

„Nachfrage nach meinem Besuch ist sehr groß“

„Eine Gruppe von Eltern eines Elternvereins hat mich sogar in Kinshasa besucht, um sich bei mir zu bedanken“, erzählt Louis Lufua weiter. Es sei wunderschön zu sehen, wie das Konzept für die Bezahlung von Schulgeld funktioniert. So gelinge es, den Kindern in Kinshasa eine pädagogische, fundierte Schulbildung zu ermöglichen.

„Ich habe persönlich zehn Schulen besucht und als Lehrer Unterricht gehalten“, freut sich Lufua, der selbst Religionslehrer ist.

25 Kindern wird das Schulgeld gezahlt. „Die Nachfrage nach meinem Besuch ist sehr groß, wir haben noch sieben bis zehn neue Schüler auf die Liste dazugenommen, die sonst keine Möglichkeit hätten, die Schule weiter zu besuchen.“ Drei Schüler haben heuer maturiert und studieren bereits.

Kinderzentrum als Ort der Geborgenheit

Das Kinderhaus steht den Kindern jederzeit offen. Es gibt ein Kommen und Gehen. Hierher kommen sie, um sich auszuruhen, zu spielen, zu essen. Für sechs Kinder ist das Zentrum ein neues Zuhause geworden.

„Wir kümmern uns darum, dass sie zwischen 7 und 18 Jahren eine Schule besuchen beziehungsweise eine Berufsausbildung machen“, erzählt Lufua.

Zwei Burschen absolvieren eine Lehre als Mechaniker und Tischler. „Die Kinder haben Koko-Oma, meine Mutter, so geliebt, dass sie beim Begräbnis voriges Jahr die Ersten hinter dem Sarg waren“, erinnert sich Lufua an seine 85-jährig verstorbene Mutter.

Bohrung für dringend benötigtes Trinkwasser

Schwierig ist auch die Trinkwasserversorgung im Kongo. Viele Kinder unter fünf Jahren sterben, weil sie keinen Zugang zu sauberem Wasser haben.

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Die Mutter Oberin bei der Trinkwasserbohrung.
Foto: Foto privat

„Für uns stehen nun der Bau von Wasserversorgungssystemen und die Verteilung von Filtern im Fokus“, berichtet Louis Lufua. Daher wurde im Sommer in der Pfarre, zu der das Kinderzentrum gehört, eine Wasserbohrung vorgenommen.

Die Kongregation der „Missionarinnen des gekreuzigten Jesus“ kümmert sich um die Verteilung der Wasservorräte. „In unserer Region gibt es ständig Wassermangel. Deshalb danken wir dem Herrn, dass er uns Hilfe aus Österreich durch die Familie Lufua beschert“, meinte die Mutter Oberin. So seien sie in der Lage, die Menschen rund ums Kloster mit Wasser zu versorgen.