Neuer Bildband dokumentiert Graffiti-Szene

Erstellt am 25. Februar 2014 | 14:59
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Spray
Foto: NOEN, www.BilderBox.com (www.BilderBox.com)
"St. Pölten ist mehr als Barock", hieß es in einer Aussendung am Dienstag zur Präsentation eines Graffiti-Bildbandes.
"Schlachthof St. Pölten - Mai Jam" dokumentiert farbenfroh die dort in den vergangenen Jahren entstandene Form der Jugendkultur. Um präventiv illegales Sprayen zu reduzieren, setze man in St. Pölten darauf, der Szene Raum zu geben, erklärte Bürgermeister Matthias Stadler (SPÖ).

Große, legale "Sprayer-Aktion"

Die nächste große und legale "Sprayer-Aktion" wird die Gestaltung der Fassade des von der Arbeiterkammer NÖ neu errichteten Jugendzentrums der Stadt "Steppenwolf" anlässlich der offiziellen Eröffnung am 10. Mai sein.

St. Pölten sei eine "junge" Stadt, in der laut Statistik rund 7.300 Personen - das sind 13 Prozent der Einwohner - zwischen 14 und 24 Jahren alt sind.

Interesse an Graffiti-Workshops groß

2011 und 2012 organisierten zwei Jugendliche im ehemaligen Schlachthof die Graffiti-Workshops "Mai-Jam", die auf großes Interesse gestoßen seien.

Nach den Aktionen konnten einige Künstler sogar Aufträge zur Gestaltung von Mauern bzw. Zimmerwänden erhalten. Zudem ist daraus eine Kooperation mit der Grillparzer-Volksschule entstanden, um gemeinsam mit den Schulkindern die Fußgängerunterführung für ein Stadtviertel attraktiver zu gestalten.

Graffiti keine Subkultur mehr

"Graffiti ist erwachsen geworden und längst in der breiten Wahrnehmung der Bevölkerung etabliert," so Clemens Bartenbach, Initiator des Bildbandes und der Mai-Jam-Veranstaltungen: "Mit Zusagen von Sprayern aus der ganzen Welt haben die Organisatoren der Mai-Jams bewiesen, dass diese Subkultur keine mehr ist und es ein flächendeckendes internationales gut funktionierendes Netzwerk von Malern gibt, die den künstlerischen Austausch auf diesem Weg zu schätzen wissen."
 

"Schlachthof St. Pölten - Mai Jam" ist für 15 Euro im Jugendzentrum Steppenwolf, im Stadtmuseum und im Tourismusbüro der Stadt erhältlich. Der Band entstand mit Unterstützung der Stadt, AKNÖ und Kulturvernetzung NÖ "come-on")