Gemeinsam gegen Krebs im Uniklinikum St. Pölten. Im Uniklinikum bilden involvierte Abteilungen nun Brustgesundheitszentrum.

Von Thomas Werth. Erstellt am 20. Juni 2019 (12:01)
Landeskliniken- Holding
Maria Gold, Annica Bacher, Margit Bachner und Petra Pichler mussten im Vorjahr 187 neue Brustkrebs-Fälle im St.Pöltner Krankenhaus behandeln.

Brustkrebs gilt als die häufigste Tumorerkrankung bei Frauen in Österreich. Alleine im St. Pöltner Uniklinikum wurden im vergangenen Jahr 187 neu aufgetretene Fälle behandelt. Damit dies noch effizienter geschehen kann, gibt es ab sofort ein Brustgesundheitszentrum (BGZ).

„Damit können wir die bestmögliche Behandlung der Brustkrebserkrankung in Kombination mit einer umfassenden, persönlichen Betreuung anbieten“, erklärt Martin Wiesholzer, Leiter der Klinischen Abteilung für Innere Medizin 1.

Früherkennung, Diagnose und Behandlung haben in den vergangenen Jahren bedeutende Fortschritte gemacht. „Es erfordert jedoch wie bei kaum einem anderen Krebsleiden ein sehr eng abgestimmtes Vorgehen der Fachabteilungen. Daher haben sich im BGZ die in die Behandlung und Therapie involvierten Abteilungen zusammengeschlossen“, erklärt Claudia Lackner von der Landeskliniken-Holding. Dazu zählen etwa Chirurgie, internistische Onkologie, Radiologie, klinische Pathologie, Nuklearmedizin oder plastische Chirurgie.

„Es erfordert jedoch wie bei kaum einem anderen Krebsleiden ein sehr eng abgestimmtes Vorgehen der Fachabteilungen"

Während Screening-Untersuchungen noch im niedergelassenen Bereich durchgeführt werden, übernimmt das BGZ bei einem auffälligen Befund die weitere Abklärung und im Falle einer Krebsdiagnose die Therapie. „Entscheidend ist neben der Früherkennung eine optimale interdisziplinäre Zusammenarbeit“, so Lackner.

Unterstützt und betreut werden die Patientinnen des BGZ von spezialisierten Pflegefachkräften und auf Wunsch von einem erfahrenen Psychologenteam. Die Nachsorge findet wiederum in Zusammenarbeit mit dem niedergelassenen Bereich nach einem vorgegebenen Schema statt.

Das BGZ ermöglicht Patienten auch die Teilnahme an internationalen Studien. „So erlangen die Patientinnen auf Wunsch Zugang zu neuesten Therapiemethoden“, betont Lackner. Außerdem finden für alle Mitglieder des BGZ laufend Fortbildungen statt, um eine Behandlung nach dem neuesten Stand der Medizin anbieten zu können.