S 34: Bescheid braucht Zeit. Die Umweltverträglichkeitsprüfung verzögert sich erneut und wird nicht vor Herbst abgeschlossen sein. Weitere Interessen müssen nun berücksichtigt werden.

Von Thomas Werth. Erstellt am 24. April 2019 (06:07)
Afinag
Rund 200 Millionen Euro kostet die Nord-Süd-Verbindung von der B 1 bis nach Wilhelmsburg. Wann nun der Baustart erfolgen wird, ist unklar. Der Abschluss der UVP-Verhandlung verzögert sich jedenfalls.

Für die S 8 hat die Asfinag den positiven UVP-Bescheid seit der Vorwoche in den Händen, für die S 34 muss sie um einige Monate länger als ursprünglich angenommen auf das Papier warten. Ging Projektleiter Leopold Lechner am Ende der Verhandlung noch vom Frühjahr aus, wird die Umweltverträglichkeitsprüfung nun nicht vor Anfang September abgeschlossen sein. „Wir arbeiten dran und haben die großen Brocken schon hinter uns. Aber es gab noch Ermittlungsverfahren, weshalb es etwas länger dauern wird“, so Volker Höferl vom Verkehrsministerium.

Laut Lechner haben weitere Landwirte Bedenken wegen Substanzgefährdung angemeldet, die zuvor nicht automatisch berücksichtigt wurden. Sie sehen durch den Bau der Traisental-Schnellstraße ihre Existenz gefährdet, obwohl die Trasse nicht durch ihre Grundstücke verläuft. Sie fürchten negative Auswirkungen auf ihren Betrieb. „Wir hatten vor der Verhandlung nur jene Landwirte gekannt, die direkt von der Trasse betroffen sind. Daher mussten erst alle Daten erhoben und Gutachten eingeholt werden“, erklärt Lechner.

Da in der verfahrensfreien Zeit von 15. Juli bis 25. August ein Abschluss nicht möglich ist, rechnet Lechner fest damit, dass dies erst danach passieren wird. „Wir bereiten uns einstweilen auf die naturschutzrechtliche Verhandlung und die Grundeinlösen im Anschluss an einen positiven Bescheid vor“, betont Lechner. Zudem könnten Einsprüche danach den Bau weiter verzögern.