S-RTW: St. Georgens ASBÖ startet mit Sekundär-Rettungswagen

Erstellt am 15. August 2022 | 04:42
Lesezeit: 2 Min
440_0008_8435240_stp32_samariterbundgeorgen1_c_straubing.jpg
Leiter Markus Wieninger (Mitte hinten) mit einem Teil seines Teams: Patrick Zeitelhofer, Patrick Karner, Alexander Schleifer.
Foto: Straubinger
Mit hoch qualifiziertem Personal bietet Gruppe in St. Georgen am Steinfelde auch Sekundärtransporte ohne Arzt.

Vor elf Jahren war der Samariterbund St. Georgen Vorreiter mit dem Sekundär-Notarztwagen (S-NAW). Mit August startete die Gruppe nun mit ihrem S-RTW. Vorerst im Probebetrieb täglich von acht bis 18 Uhr. Ab September soll der Sekundär-Rettungstransportwagen (S-RTW) rund um die Uhr zur Verfügung stehen.

„Nach den Vorgaben der LGA haben wir unser neues System gestartet und fahren nur mit hoch qualifiziertem Personal mit jahrelanger Erfahrung“, sagt Organisationsleiter Markus Wieninger. So müssen Notfallsanitäter beim Patienten mindestens auf dem Ausbildungsstand mit Notfallkompetenz Venenzugang sein.

„Kurze Transportwege, wo kein Arzt dabei sein muss“

„Wir transportieren viele Schwangere, die mit Wehenhemmern behandelt werden. Das sind oft kurze Transportwege, wo kein Arzt dabei sein muss“, erklärt Wieninger den Nutzen des neuen Systems, das grundsätzlich zum Einsatz kommt, wenn die Anwesenheit eines Arztes nicht nötig ist.

„Unsere Fahrzeuge sind so ausgestattet, dass der Notarzt jederzeit einsteigen und arbeiten kann, weil alle Medikamente vorhanden sind“, so Wieninger. Das verwendete System sei kompatibel. Inkubator und anderes Material können eingeschoben werden.

Für das neue System werde auch ein weiteres Fahrzeug angeschafft. Kosten: fast 250.000 Euro inklusive der medizinischen Ausstattung. Im Fuhrpark hat St. Georgen nun insgesamt zehn Fahrzeuge, davon drei S-NAW und drei S-RTW. Außerdem ist das Team auf Mitarbeitersuche. Das Team besteht derzeit aus 48 Angestellten inklusive der Notärzte.