St. Pölten

Erstellt am 19. Juni 2018, 05:00

von Thomas Werth

Robert Laimer: „Ich war Betrugsopfer“. Nationalratsabgeordneter Laimer soll angeblich Waren eines Online-Händlers nicht bezahlt haben. Er möchte nun wachrütteln.

Helmuth Bronnenmayer

„Eigentlich bin ich kein Freund des Online-Handels und kaufe lieber vor Ort.“ Umso verwunderter war der St. Pöltner Nationalratsabgeordneter Robert Laimer, als er in der Vorwoche einen Anruf eines Inkassobüros erhielt. Grund des Anrufs: Unbekannte dürften sich in Laimers Namen eine Mailadresse angelegt und über diese Internet Drogerie-Waren im Wert von rund 140 Euro nach Salzburg bestellt haben – bezahlt wurden diese nie.

Anzeige bei der Polizei

Nachdem sich der SP-Politiker informierte, ob es das Inkassobüro auch tatsächlich gibt, erstattete er Anzeige bei der Polizei. „Das hat circa 30 Minuten gedauert, aber eine sofortige Anzeige ist in solchen Fällen unumgänglich. Denn wer zuwartet, macht sich selbst schuldig“, so Laimer. Danach habe er das Anzeigeprotokoll dem Inkassobüro übermittelt, die ihn daraufhin aus der „Strafkartei“ entfernt haben. Dass Laimer den Bestellbetrug am Leib erfahren musste, möchte er nutzen, um verstärkt auf die Gefahren durch diese Form der Kriminalität hinzuweisen.

„Daher ist Datenschutz und die neue Datenschutzverordnung auch so wichtig und wird vermutlich noch wichtiger“, betont Laimer. Er verweist in diesem Zusammenhang auch auf Plattformen wie www.watchlist-internet.at sowie www.ombudsmann.at, auf denen man sich über aktuelle Betrugsmaschen informieren kann.