Nach 13 Jahren: Erstmals wieder VP-Abgeordneter aus Stadt St. Pölten

Florian Krumböck wird am Donnerstag dem Landtag als neuer Bundesrats-Abgeordneter vorgeschlagen. Das Mandat wurde im Zuge der Personalrochaden in der Bundesregierung frei. Der 30-jährige St. Pöltner wird damit der erste VP-Abgeordnete aus der Landeshauptstadt seit Hans Jörg Schelling, der 2007/08 für die Landeshauptstadt im Nationalrat saß.

Erstellt am 06. Dezember 2021 | 11:04
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Florian Krumböck wird am Donnerstag vom Landtag zum neuen Bundesrrats-Abgeordneten gewählt. Neben ihm: Marlene Zeidler-Beck, die vom Bundesrat in den Landtag wechselt.
Foto: VPNÖ

Der bisherige Zweite Landtagspräsident Gerhard Karner wird heute als Innenminister angelobt. Der Landesparteivorstand der Volkspartei NÖ legte sich deshalb gestern in einem Umlaufbeschluss fest: Der 68-jährige Yspertaler Karl Moser, seit 1993 im Landtag, wird als Nachfolger von Karner nominiert. Das dadurch frei werdende Landtagsmandat soll an Marlene Zeidler-Beck gehen. Die 33-Jährige aus Maria Enzersdorf (Bezirk Mödling) sitzt seit 2018 im Bundesrat. Ihr Mandat soll Florian Krumböck übernehmen. Der 30-Jährige ist seit 2016 Gemeinderat in St. Pölten und hier seit heuer VP-Klubobmann.

Er habe "Politik in der DNA" attestierte ihm Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner: "Er wird nicht nur eine starke Stimme für St. Pölten sein, sondern für ganz Niederösterreich." Und Mikl-Leitner betonte, dass die Nominierung von Krumböck auch ein Signal für die zunehmende Bedeutung der Landeshauptstadt innerhalb der Volkspartei sein solle - denn seit dem Rückzug von Maria-Luise Eggerer vor 18 Jahren war die Landeshauptstadt mit keinem VP-Abgeordneten in Bundesrat, Landtag oder Nationalrat vertreten, sieht man von Hans Jörg Schellings Intermezzo im Nationalrat von Februar 2007 bis Oktober 2008 ab.

Krumböck: Sprachrohr für 200.000 Einwohner

Florian Krumböck selbst betonte, dass er sein Mandat als Auftrag sehe, die Zukunftsregion St. Pölten im Miteinander der Ebenen Bund, Land, Bezirk und Stadt weiterzuentwickeln. "Mit knapp 200.000 Einwohnern ist Stadt und Bezirk St. Pölten die größte Region Niederösterreichs, die von der Wiener Stadtgrenze bis fast an die steirische Grenze reicht. Dementsprechend vielfältig sind die Themen in dieser Region", führt Krumböck aus. Inhaltlich will er sich vor allem den Fragen der Mobilität, Bildung, Jugend sowie der Unterstützung benachteiligter Menschen, "die sich selbst nicht helfen können", widmen.

Landtag wählt am Donnerstag

Formal beschlossen werden die Entscheidung am Donnerstag im Landtag, der auch Krumböck zum Bundesrats-Abgeordneten wählen wird. Angelobt wird er dann in der Bundesratssitzung am 21. Dezember. 

Ein Interview mit dem neuen St. Pöltner Abgeordneten finden Sie ab Mittwoch in der Printausgabe der St. Pöltner NÖN.