Body-Cams kommen auch in St. Pölten zum Einsatz

Erstellt am 31. Oktober 2017 | 05:37
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Bis Ende März sollen 300 Body-Cams verteilt werden. Zwei Stück könnten nach St. Pölten kommen.
Foto: NOEN, APA/Helmut Fohringer
Exekutive bekommt 2018 voraussichtlich zwei tragbare Kameras. Sie sollen bei Amtshandlungen Beweise liefern und bei Konflikten deeskalierend wirken.

In den USA und in Großbritannien tragen Polizisten längst eine Body-Cam, bald könnte die Exekutive auch in Österreich ihre Einsätze mitfilmen: 300 am Körper getragene Kameras sollen bundesweit im ersten Quartal 2018 ausgeliefert werden – dem Vernehmen nach auch nach St. Pölten.

"Auch wenn zwei Kameras nicht viel sind, ist das doch ein wichtiger erster Schritt“

„Uns wurde in Aussicht gestellt, dass wir zwei Stück bekommen“, bestätigt Stadtpolizeikommandant Franz Bäuchler. „Wir wären sehr froh darüber. Auch wenn zwei Kameras nicht viel sind, ist das doch ein wichtiger erster Schritt.“ Die ersten sollen am Bahnhof eingesetzt werden. „Der ist vom Problemklientel her prädestiniert. Natürlich würden sie auch im Norden, etwa in der Nähe des Traisenparks, Sinn machen.“ Die Geräte seien ideal für den Fußstreifendienst, so Franz Bäuchler.

„Mitfilmen beeinflusst oft das Verhalten“

Innenministerium-Sprecher Karl-Heinz Grundböck kann noch keine Details nennen: „Wir befinden uns im Beschaffungsvorgang und gehen derzeit davon aus, dass die 300 Stück noch im ersten Quartal bundesweit zum Einsatz kommen.“ Ob normale Body-Cams oder solche mit einem Bildschirm nach außen zum Einsatz kommen, werde gerade abgeklärt.

Der einjährige Probebetrieb mit 20 Exemplaren habe gezeigt, dass die Kameras deeskalierend wirken, erläutert Karl-Heinz Grundböck: „Sobald angekündigt wurde, dass mitgefilmt wird, hat sich das stark auf das Verhalten des Gegenübers ausgewirkt.“ Zudem habe man bei konfliktbeladenen Amtshandlungen einen objektiven Beweis. Das sei nicht nur im Interesse der Polizisten, sondern auch der in die Amtshandlung involvierten Personen.

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