Harland

Erstellt am 28. Dezember 2018, 04:23

von Nadja Straubinger

Harland: Start in neue Ära der ärztlichen Versorgung. Drei Allgemeinmediziner sowie Kollegen aus anderen Gesundheitsberufen betreuen künftig im Gewerbegebiet.

Mit dem neuen Jahr starten die Allgemeinmediziner Rafael Pichler, Anna Maria Kisser und Michael Hochstöger in eine neue Ära und eröffnen in Harland eines der ersten Primärversorgungszentren (PVZ). Wie bei der neuen Art der Gruppenpraxen vorgesehen, ist diese Montag bis Freitag von 7 bis 19 Uhr offen. Nur am Wochenende läuft das Notdienstrad mit anderen St. Pöltner Hausärzten.

„Endlich sind wir barrierefrei“, freut sich Rafael Pichler, der bisher in der Bartlgasse in Harland ordinierte. In der ehemaligen Schlosserei entstanden in wenigen Monaten moderne Praxisräumlichkeiten, die eine eigene Zufahrt für die Rettung haben. Gleich beim Hineingehen erwartet die Patienten ein Self-Check-in, der die Ordinationshilfen entlasten soll. „Entlang der Wand werden sie gleich richtig geleitet und können ihre E-Card stecken“, erklärt Pichler. Der Bereich befindet sich etwas abseits vom Warteraum, um die Privatsphäre zu schützen. Ein Bildschirm informiert, wann der nächste Patient eintreten kann.

Vier gleich eingerichtete Ordinationen stehen für die Untersuchungen zur Verfügung. Im Labor können Blutbild, Herzinfarkt- und Thrombosediagnostik sowie Harnuntersuchungen und einige Schnelltests gemacht werden. „Wir wollen aber auch Synergien am Standort nutzen“, spricht Pichler das Laborinstitut gleich daneben an.

Gesundheitsangebote unter einem Dach

22 Personen werden ab Jänner im PVZ arbeiten. Neben Ärzten kümmern sich auch Physio- und Psychotherapeuten, ein Psychologe, Sozialarbeiter, Diätologe, Wundmanager und Case & Caremanager um die Gesundheit. Die Raumeinteilung koordiniert ein eigener PVZ-Manager. Außerdem gibt es einen Notfallraum. „Wir werden von der Rettung direkt angefahren. Das PVZ soll das Krankenhaus entlasten, wenn es möglich ist“, so Pichler. Erhebungen hätten gezeigt, dass besonders Mittwoch- und Freitagnachmittag das Patientenaufkommen groß sei. „Diese Engpässe in der Versorgung wollen wir abfangen.“