Leiner-Areal wird zu Rossmarkthöfen

Die NÖN hat die Pläne für den Umbau im Zentrum. Im Winter starten die Abbrucharbeiten.

Erstellt am 12. Oktober 2021 | 12:08

Seit rund fünf Monaten ist Leiner am Rathausplatz geschlossen. Was mit dem riesigen Areal bis zur Promenade passieren soll, dazu präsentiert nun Signa die Pläne: Geschäftsflächen, Gastronomie, Hotel, Konferenzzentrum, Büros, verschiedene Wohnformen und eine Tiefgarage mit direktem Aufgang zum Rathausplatz entstehen auf dem rund 14.000 Quadratmeter großen Areal.

Ein besonderer Hingucker werden soll die Innenhof-Passage vom Rathausplatz zum Rossmarkt. „Uns war es wichtig, das historische Ensemble nicht zu beeinträchtigen“, betont Signa- Vorstand Claus Stadler. Erhalten bleiben die denkmalgeschützte ehemalige Bestattung und das Leiner-Stammhaus. Dort wird das neue Leiner-Küchenstudio „Eskole“ auf 1.400 Quadratmetern einziehen.

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Das historische Ensemble am Rathausplatz will Signa-Vorstand Claus Stadler nicht beeinträchtigen.
Wolfgang Mayer

Bis zum geplanten Baubeginn 2022 gilt es jedoch noch Hürden zu nehmen, denn der Gestaltungsbeirat muss grünes Licht geben. Aktuell läuft die Endauswahl zweier Entwürfe der Architekten Maurer & Partner ZT. Zudem laufen Verfahren zur Änderung von Flächenwidmung und Bebauungsbestimmungen. „Wir wollen der Fassade in ihrer historischen Bedeutung einen modernen, zeitgenössischen Stellenwert geben, der einer Landeshauptstadt würdig ist“, so Stadler.

Breiter Nutzungsmix soll Innenstadt weiter beleben

Einen dreistelligen Millionenbetrag nimmt Signa in die Hand, um das Leiner-Areal in Rossmarkthöfe zu verwandeln. Ein breiter Nutzungsmix soll das Stadtviertel beleben. Dafür sorgt nicht nur das City-Hotel mit 131 Zimmern, sondern auch ein Kongresszentrum samt Veranstaltungssaal und 45 Wohneinheiten. Ein alles überragendes Panorama-Restaurant mit Terrasse verspricht ebenfalls Spektakuläres – mit einem Aufzug von der Passage zwischen Rossmarkt und Rathausplatz. Gebaut wird auch eine Tiefgarage mit insgesamt 235 Stellplätzen.

Fertig sein soll alles drei Jahre nach Baubeginn. Die angestrebte Eröffnung im Kulturhauptstadtjahr 2024 bezeichnet Stadler als „sehr kritisch, nach dem bisherigen Planungsverlauf“. Mit dem Abbruch des alten Leiner-Gebäudes hinter der Fassade wird voraussichtlich im Winter begonnen.