St. Pöltner Plan für „Aktive Mobilität“ einstimmig beschlossen

Radverkehrskonzept aus 2005 soll evaluiert werden, Masterplan „Gehen“ soll kommen.

Erstellt am 03. Dezember 2021 | 07:41
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St. Pölten Symbolbild
Stadtansicht von St. Pölten
Foto: zVg

Mit den Stimmen aller Fraktionen fasste der Gemeinderat einen Grundsatzbeschluss für die Erstellung des Masterplans für „Aktive Mobilität“ im kommenden Jahr.

Neben einer Evaluierung und der Weiterentwicklung des Radverkehrskonzeptes aus dem Jahr 2005 soll ein lokaler Masterplan „Gehen“ erstellt werden. Außerdem sollen sich Fachleute das Verhältnis aktiver Mobilitätsformen zueinander und zu nichtaktiven Mobilitätsformen ansehen sowie die Verknüpfung zu Themen wie Gesundheit, Wirtschaft, Tourismus und Bildung.

„Wir erleben eine Premiere in Österreich, wir beziehen neben dem Radverkehr auch das Gehen mit ein.“Stadträtin Renate Gamsjäger

Der Masterplan fußt auf dem Generalverkehrskonzept 2014 und dem Stadtentwicklungskonzept 2020. Erste Vorstudien und Erhebungen wurden schon durchgeführt.

„Wir erleben eine Premiere in Österreich, wir beziehen neben dem Radverkehr auch das Gehen mitein“, betont SPÖ-Stadträtin Renate Gamsjäger. Man könne in St. Pölten zwar stolz auf die Länge des Radwegenetzes sein, aber es sei ein Fleckerlteppich.

Der aktuelle Radanteil von 14 Prozent soll auf 20 Prozent gesteigert werden. Beim Gehen hat sich die Stadt auf die Innenstadt konzentriert. „Mankos gibt es in den Stadtteilen, wo Fußwege zu schmal oder oft nicht vorhanden sind“, sagt Gamsjäger.

ÖVP-Gemeinderat Florian Krumböck erinnerte zwar, dass es nicht „an Plänen mangelt“ und verwies auf Projekte zum Ausbau der Radinfrastruktur in den Verkehrsplänen, die St. Pölten schon erstellen hat lassen. Die ÖVP stimmte dennoch mit.

„Ich begrüße es, wenn sich in diese Richtung etwas bewegt“, sagt Walter Heimerl-Lesnik von den Grünen. Er hebt hervor, dass die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer im Mittelpunkt stehen müsse. „Dazu zählt auch, ihnen ausreichend Platz zu verschaffen.“