Polizei kündigt mehr Kontrollen an. Problem mit Badegästen / Anrainer der Traisenstraße machen mobil gegen Raser und Falschparker. Unterstützung kommt von Exekutive.

Von Nadja Straubinger und Thomas Werth. Erstellt am 16. Juli 2014 (08:36)
NOEN, Straubinger
Ermittlungsverfahren soll zeigen, ob das Aufstellen eines Pollers und Führung als Geh- und Radweg sinnvoll ist.
Ungetrübte Freude über Badewetter kann sich bei den Bewohnern der Traisenstraße in Ratzersdorf nicht mehr einstellen. Zu groß ist der Ärger über manche Badegäste, die ihr Auto lieber auf den Grünflächen abstellen als auf dem vorgesehenen kostenpflichtigen Parkplatz. Auch das Nicht-Einhalten von Tempo 30 wird kritisiert.

Eine Unterschriftenliste wurde beim Magistrat eingebracht und vorgeschlagen, Straßenschwellen zu installieren, um dem Zu-Schnell-Fahren entgegenzuwirken. „Derartige Straßenschwellen werden seitens des Straßenerhalters nicht befürwortet, da sie trotz Beschilderung von den Fahrzeuglenkern oftmals erst spät erkannt werden“, betont der Leiter der Verkehrsabteilung Ernst Schwarzmüller. Durch den verursachten Stoß könne es auch bei niedrigen Geschwindigkeiten zu Schäden am Fahrzeug kommen. Außerdem bestehe Sturzgefahr für Radfahrer.

„Wir haben schon früher dort kontrolliert und festgestellt, dass es keine Probleme mit Tempo 30 dort gibt“

Immerhin hat Stadtpolizeikommandant Franz Bäuchler künftig verstärkte Radar-Kontrollen angekündigt – wenngleich er aber betont: „Wir haben schon früher dort kontrolliert und festgestellt, dass es keine Probleme mit Tempo 30 dort gibt.“ Beim Thema „Park-Wildwuchs“ auf der Traisenstraße spielt Bäuchler den Ball aber dem Magistrat zu. „Dem Problem ist nur mit einem Parkverbot, von dem Anrainer ausgenommen sind, Herr zu werden.“

Ein weiterer Vorschlag der Anrainer, um den Verkehr in dem Bereich einzudämmen, sei das Aufstellen von Pollern auf der Brücke in Verlängerung der Traisenstraße über den Werksbach. Eigentlich besteht dort ein Fahrverbot „ausgenommen Radfahrer, Landwirtschafts- und Bedarfsfahrzeuge“, dennoch nutzen sie häufig auch Pkw. „Hinsichtlich der Vorschläge der Anrainer wurde von der Behörde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, in welchem andere Behörden und Dienststellen um Prüfung und Stellungnahme dazu ersucht wurden“, erklärt Schwarzmüller. Das Verfahren sei aber derzeit noch nicht abgeschlossen.