St. Pölten

Erstellt am 13. Juni 2018, 05:21

von Thomas Werth

Schwarze Null steht erneut in St. Pölten. Zum vierten Mal in Folge präsentierte Stadt ausgeglichenen Haushalt.

Finanzabteilungsleiter Thomas Wolfsberger und Bürgermeister Matthias Stadler präsentieren den Rechnungsabschluss.  |  NOEN, Vorlaufer

„Es war aus wirtschaftlicher Sicht wieder kein einfaches Jahr. Aber wir haben die Finanzen im Griff“, sagt Bürgermeister Matthias Stadler mit Blick auf den Rechnungsabschluss für das Jahr 2017. Dieser weist im ordentlichen Haushalt Einnahmen und Ausgaben von je 182,4 Millionen Euro aus und im außerordentlichen Haushalt von je 20,8 Millionen Euro. Er ist damit zum vierten Mal in Folge ausgeglichen. Laut Stadler konnten alle geplanten Projekte umgesetzt werden.

7,9 Millionen Euro wurden im Vorjahr an Rücklagen gebildet. 3,3 Millionen Euro sind für die Tilgung des RLB-Darlehens im Zuge des Swap-Vergleichs vorgesehen. 2,3 Millionen Euro werden, wie berichtet, erstmals als Rücklage für die Bewerbung als europäische Kulturhauptstadt angespart.

Gute Konjunktur wirkte sich positiv aus

Positiv auf die Stadtfinanzen hätte sich vor allem die Ertragsanteile inklusive der Finanzzuweisungen ausgewirkt, die mit rund 1,6 Millionen Euro über dem veranschlagten Betrag gelegen sind. Hervorgehoben wurde von Stadtchef Stadler auch die gute Entwicklung der Kommunalsteuer mit einem Plus von 1,4 Millionen Euro gegenüber dem Voranschlag. „Das Plus bei der Kommunalsteuer zeigt, dass unsere Investitionspolitik der letzten Jahre richtig war“, betont Stadler.

Bei den Ausgaben sei zwar in vielen Bereichen gespart worden, doch neue Verpflichtungen und Projekte hätten insgesamt zu höheren Ausgaben geführt. „Die Umlagen, welche die Stadt an das Land zu zahlen hat, sind um rund 1,8 Millionen Euro gegenüber dem Jahr 2016 gestiegen“, so Stadler.

Ende 2017 betrug die Pro-Kopf-Verschuldung 1.650,99 Euro

Im Vorjahr wurden 5,6 Millionen Euro an Darlehen aufgenommen, unter anderem für Projekte wie den Domplatz oder der Kerntangente Nord. Der Schuldenstand sank minimal auf 113,6 Millionen Euro. Ende 2017 betrug die Pro-Kopf-Verschuldung 1.650,99 Euro. „Dem Schuldenstand stehen allerdings die Werte, die durch die Investitionstätigkeit geschaffen wurden, gegenüber. Diese werden in der öffentlichen Hand anders als in der Wirtschaft im Rechnungsabschluss nicht berücksichtigt“, erklärt Stadler.