Rotes Licht für neue Ampel

Erstellt am 31. Oktober 2011 | 00:00
Lesezeit: 2 Min
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Web-Artikel 59
Foto: NOEN
NACH UNFALLHÄUFUNG / Direktorin und Anrainer fordern Ampelanlage vor Schule, Verkehrsexperten wollen „analysieren“.
VON SANDRA RAMSAUER-HOFER

ST. PÖLTEN / Es ist mittlerweile ein Jahr her - erinnert sich die Volksschuldirektorin Ulrike Ströbitzer -, als es einen lauten Knall machte. Ein Bus krachte in das Schulgebäude. „Ein Jahr davor wurde ein Schülerlotse niedergefahren.“ Die Alarmglocken schrillten bei den Pädagogen. Vor allem, weil es schon wieder zu einem schweren Verkehrsunfall im Kreuzungsbereich Daniel- Gran-Straße/ Kerensstraße kam.

Wie berichtet, dürfte der SKN-Marketingchef Jörg Egger die dortige Stopptafel übersehen haben. Keine Zeit mehr für einen Postbuschauffeur, sein tonnenschweres Fahrzeug rechtzeitig zu bremsen. Er rammte den Geländewagen von Egger - dieser wurde mit voller Wucht gegen ein weiteres Auto geschleudert.

„Das einzige Glück war, dass keine Kinder im Buswartehaus gestanden sind“, resümiert der Unfallbeteiligte Franz Pölkhofer, „sonst hätte es Tote geben können.“ Ströbitzer und Pölkhofer forderten daher bereit in der vergangenen Ausgabe der NÖN: „Ein Ampel muss her.“

Aber was sagen die städtischen Verkehrsexperten dazu? Die Anfrage an den Magistrat war klar formuliert, die Antwort ausgiebig: „Viele Faktoren“, heißt es darin, „die zu Unfällen führen, sind auch durch die Errichtung einer Ampelanlage nicht auszuschließen.“ Oft sei eine „solche Maßnahme“ gar nicht „sinnvoll“ - „da Unfälle durch Unachtsamkeit an ampelgeregelten Kreuzungen viel heftiger ausfallen. Eine Ampel kann leider auch nicht menschliches Versagen verhindern, wie das an dieser Kreuzung bereits der Fall war.“

Immerhin seien an der berüchtigten Kreuzung bereits eine 30-km/h-Beschränkung, Bodenmarkierungen und Zeichen für „Achtung Kinder“ verordnet worden. Ob die Kreuzung wirklich gefährlich ist oder nicht, soll eine Verkehrszählung ans Tageslicht bringen. Analysen folgen.