Hinter den Kulissen des Citysplash in St. Pölten. Zwei erfahrene Bademeister führten die Badegäste durch das St. Pöltner Freibad. Es steckt viel Arbeit hinterm Badespaß.

Von Chiara Holzer. Erstellt am 23. Juli 2019 (04:06)
Chiara Holzer
Die Bademeister Otto Höchtl und Patrick Gastegger führten die NÖN durch das Citysplash-Gelände.

Die NÖN war bei einem Rundgang im Citysplash mit von der Partie und bekam Einblick hinter die Kulissen jenes Ortes, wo sich die erhitzten St. Pöltner ihre Abkühlung holen. Otto Höchtl, langjähriger Bademeister, erklärte, wie viel unternommen wird, um den Gästen eine angenehme Atmosphäre, ein schönes Umfeld und perfekte Becken zu bieten.

Es gibt drei verschiedene Badebereiche: Ein Erlebnisbecken mit Strömungskanal und Wasserrutschen, ein Sportbecken mit fünf Meter hohem Sprungturm und ein Kinderbecken, die alle auf ungefähr 25 Grad beheizt werden, sodass das Baden ab sieben Uhr morgens für die Sportschwimmer schon angenehm ist. Für alle anderen dauert der Badespaß dann täglich von neun Uhr morgens bis halb acht abends.

„In der Nacht wird das Sportbecken abgedeckt, damit die Temperatur im Wasser nicht verloren geht und konstant bleibt“, erzählt Otto Höchtl. „Wir heizen mit Luftwärmepumpen damit eine gleichbleibende Wassertemperatur erhalten wird.“

„In 48 Stunden wird der gesamte Wasserbereich ausgetauscht.“ Bademeister Otto Höchtl beim Rundgang

Die Temperatur wird automatisch rund um die Uhr gemessen und auch täglich von den Bademeistern kontrolliert. Das Wasser in den Becken ist nicht nur beheizt, sondern wird strengstens auf seine Sauberkeit kontrolliert. „Alle drei Stunden wird das Wasser durchgefiltert, und so werden pro Badegast drei bis fünf Liter erneuert.“

Das bedeutet, je mehr Gäste kommen, desto öfter wird das Wasser gewechselt. „In 48 Stunden wird der gesamte Wasserbereich ausgetauscht, das heißt, dass die Wasserqualität morgens und abends durch das ständige Filtern und den Wasserwechsel annähernd gleich bleibt“, berichten die Bademeister. ,,Für die Frischwasserzufuhr haben wir einen eigenen Brunnen“, schließt Höchtl stolz an. Zweimal im Jahr wird die Wasserqualität genauer unter die Lupe genommen. ,,Im Winter wird dann das gesamte Wasser ausgelassen, und im Frühjahr werden alle Becken gereinigt“, erzählt er beim Rundgang.

In den 77 Meter langen Rutschen mit Zeitnehmung fließen 120 Liter pro Minute. „Je weniger Wasser in der Rutsche ist, desto schneller flitzt man“, erklärt Otto Höchtl. Seit Kurzem hat das Citysplash auch einen getrennten FKK-Bereich auf der Terrasse für Männer und Frauen zu bieten.