HLW St. Pölten: Rückkehr der Abschlussklassen. Die ersten Schüler sind zurück. Eine Maturantin der HLW St. Pölten berichtet, wie ihre erste Schulwoche war.

Von Caroline Böhm. Erstellt am 12. Mai 2020 (16:22)
   
Christina Hornischer

An der Eingangstür steht Desinfektionsmittel, ein Zettel erinnert an die Maskenpflicht. Als Christina Hornischer nach sieben Wochen an die HLW zurückkehrt, hat sie anfangs ein komisches Gefühl. „Aber dann war es, als wäre nie etwas gewesen“, schildert sie. Zuhause fiel der Maturantin das Lernen schwer. Jetzt ist sie froh über einen geregelten Tagesablauf und das Wiedersehen mit Freunden.

Bevor sie das Schulgebäude betritt, muss Christina Hornischer ihre Hände desinfizieren und eine Maske aufsetzen.
Christina Hornischer

Die Versuchung sei groß gewesen, sie zur Begrüßung zu umarmen. „Wir haben den Abstand wirklich eingehalten. Keiner will das Gesetz brechen und andere gefährden.“ Häufig sieht sie ihre Freunde allerdings nicht: Sie hat nur ein bis zwei Mal pro Woche Unterricht vor Ort, ein Teil bleibt digital.

Die Schulstunden finden im Klassenzimmer statt. Damit genug Abstand zwischen den Tischen möglich ist, ist ihre Klasse in zwei Gruppen geteilt. „So anders schaut der Raum nicht aus“, erzählt die 18-Jährige. „Die Tische sind nicht mehr zusammengepfercht und es sitzen weniger Leute an einem Tisch.“ Nach jeder Einheit werde gelüftet, außerdem desinfizieren die Lehrpersonen Tische und Lichtschalter. „Das ist alles sehr gut geregelt“, findet die Maturantin. Die Pausen verbringt in ihrer Klasse jeder am eigenen Tisch.

Letztes Jahr mussten HLW-Schüler beim Maturastreich einen Bobbycar-Parcours absolvieren. Dieses Jahr sei unklar, ob er überhaupt stattfindet. Die Maturareise wurde bereits abgesagt, was für wenig Begeisterung gesorgt habe. Immerhin war der Ball schon im November: „Wenigstens eine Sache, die gut gelaufen ist in diesem Schuljahr.“

Aus Christinas Sicht überwiegen aktuell ohnehin Freude über die Rückkehr in die Schule und Sorgen wegen der Prüfungen. Sie zweifelt an der Prognose, dass die diesjährige Matura leichter werde. „Die Angst bleibt. Wird ein Fach, in dem man sich schwertut, wirklich einfacher?“ Nach dem „ersten“ Schultag fiel sie erschöpft ins Bett. Frühes Aufstehen und ungewohnt viele Sozialkontakte forderten eine Stunde Schlaf.

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