Schoisengeyer: Nicht alle Barrieren in St. Pöltens Verkehr beseitigt

Erstellt am 31. Juli 2022 | 04:08
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Seit 1983 setzt sich Josef Schoisengeyer als Obmann des Club 81 für behinderte Menschen ein (Archivbild).
Foto: Kern
Für Menschen mit Behinderung gebe es noch etwas zu tun, attestiert Club-81-Obmann Josef Schoisengeyer.

Bemühungen gibt es für mehr Barrierefreiheit in der Stadt, stellt Josef Schoisengeyer, Obmann vom Club 81 für Menschen mit und ohne Behinderung, fest. „Es ist erfreulich, dass man unsere Anliegen auch berücksichtigt“, so Schoisengeyer.

Die Neugestaltung des Europaplatzes zeige, dass wenn Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung in die Planung einbezogen werden, es keine Ausschließungsgründe gebe.

„Es geht uns dabei nicht nur um Rollstuhlfahrende, sondern auch um Menschen mit Rollator oder einer Sehbehinderung.“

Gemeinsam mit dem Kuratorium für Sehbehinderte und dem Team Spitaler sei man auf offene Ohren gestoßen. „Es geht uns dabei nicht nur um Rollstuhlfahrende, sondern auch um Menschen mit Rollator oder einer Sehbehinderung.“

Zufrieden ist man aber mit dem Ist-Stand noch nicht. Es gebe noch zu viele Gehsteige, die mit Rollstuhl sehr schwer zu überwinden sind. Trotz verkehrsberuhigter Innenstadt brauche es auch ausreichend Behindertenparkplätze im Innenstadtbereich, auch beim Dom. Mit der Rathausgarage gebe es eine passende Möglichkeit, das Parkhaus am Bahnhofsplatz sei für gehbehinderte Menschen aber nicht optimal.

Auch im öffentlichen Verkehr sind nicht alle Haltestellen wirklich barrierefrei und für Rollstuhlfahrende nutzbar und erreichbar. „Es wäre eine Überlegung wert, einen eigenen Behindertenfahrtendienst in der Landeshauptstadt einzurichten“, meint Schoisengeyer.