„Seepark“ könnte wieder Hotel werden

Erstellt am 28. April 2014 | 07:47
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Foto: NOEN, Mario Kern
Zukunftsmusik / Die Stadt spielt mit dem Gedanken, das derzeitige Sportler-Internat am Ratzersdorfer See wieder touristisch zu nutzen.
In etwas mehr als 20 Zimmern verbringen Sportschüler im „Seepark“ ihre Nächte zwischen den Schultagen. Das ehemalige Hotel dient seit mehr als zwei Jahren als Erweiterung des Internates für das NÖ Sportleistungszentrum.

Künftig könnte das Gebäude im Eigentum der Stadt aber wieder das werden, was es zwischen 2002 und 2011 war: ein Hotel mit über 30 Zimmern inklusive Gastronomie und natürlich dem nahegelegenen, 2009 revitalisierten Campingplatz. Rathaussprecher Martin Koutny betont auf NÖN-Anfrage, dass eine künftige touristische Nutzung „mittelfristig“ denkbar sei.

Wo heute die Internatsschüler wohnen und im südlichen Teil der Anlage René Voaks „Lasertron“ mitsamt Bowlingbahnen Freunde moderner Unterhaltung lockt, versuchten sich in der Vergangenheit bereits einige Pächter erfolglos am Hotelprojekt. Nach diesen Versuchen spielte 2009 NXP-Geschäftsführer René Voak mit dem Gedanken, das Hotel zu übernehmen.

René Voak begrüßt Idee des Hotels

„Damals hatte ich angekündigt, Lasertron nach St. Pölten zu bringen“, so Voak. Bezüglich eines Hotels seien er und die Stadt allerdings nie auf einen grünen Zweig gekommen. Auch weil sich der damalige Pächter Josef Heinreichsberger und die städtische Immobilien-Gesellschaft trotz Widrigkeiten doch einig wurden, dass Heinrichsberger den Betrieb noch ein Jahr weiterführen könne.

„Und dann hat sich das Thema nicht mehr ergeben. Warum nachher kein Nachfolgebetrieb kam, weiß ich bis heute nicht.“ Voak eröffnete im Juni 2010 seinen „Lasertron“-Tempel, im November 2011 zogen die ersten BORGL-Schüler in die ehemaligen Hotelräume ein.

Die Tendenzen, den „Seepark“ als Hotel wiederzubeleben, begrüßt René Voak. Von seiner Seite sei mit Bemühungen um ein Hotel allerdings nicht zu rechnen. Sein nächstes Projekt: Nach St. Pölten und Graz einen dritten Lasertron-Standort in Österreich zu schaffen. „Und dann überlegen wir ein Franchise-System für Lasertron in anderen Staaten.“ Die Auslastung in St. Pölten sei seit vier Jahren stabil. „Das soll auch künftig so sein.“