Stadttor aus der Römerzeit in Heßstraße entdeckt. Eine unerwartete Entdeckung machten Archäologen bei der Neuverlegung von Leitungen in der Heßstraße: Die Fundamente eines bisher nicht bekannten Stadttores aus der Römerzeit.

Von Nadja Straubinger. Erstellt am 19. Juni 2019 (11:12)
Martin Koutny
Das Fundament aus massiven Steinquadern eines römischen Stadttores kam beim Leitungsbau in der Heßstraße zum Vorschein.

Bei den Grabungsarbeiten kam eine 1,35 Meter breite, Nord-Süd-verlaufende Mauer zum Vorschein. Daran schloss ein 6,4 Meter langes Fundament aus großen Konglomeratquadern an.

Martin Koutny
Mirza Sacic (Trinkwasserversorgung), Christian Groissmaier (Ziviltechniker), Baumeister Leo Pasteiner (Jäger Bau), Ronald Risy (Stadtarchäologe), Jürgen Herzmanek und Anton Waxenegger (beide Fernwärme St. Pölten GmbH) bei der Künette in der Heßstraße mit den sensationellen archäologischen Fund.

Auch wenn eine genaue Interpretation aufgrund des kleinen Ausschnittes schwierig sei,  so sprechen die Lage, die Mauerstärke und Bauweise dafür, dass hier die Reste eines römerzeitlichen Stadttores entdeckt wurden.

„Uns ist bekannt, dass es im Verlauf der heutigen Wiener Straße, der Rathausgasse und der Heßstraße eine wichtige römische Straße gab. Dass sich hier offensichtlich ein römisches Stadttor befunden hat, war uns bisher nicht bekannt und ist für uns eine völlig neue und überraschende Erkenntnis“, erklärt Stadtarchäologe Dr. Ronald Risy. 

"Rasch und unkompliziert konnte mit allen Verantwortlichen eine Lösung für den Erhalt dieses für die St. Pöltner Geschichte wichtigen Befundes erreicht werden", freut man sich im Magistrat.