SKN verliert in der Schlusssekunde. 23 Tage musste St. Pölten coronabedingt pausieren. Das Comeback endete gegen Wels gleich in einem Krimi.

Von Manuel Burger. Erstellt am 20. November 2020 (06:25)
Topscorer Kelvin Lewis
Mayer

ST. PÖLTEN - WELS 81:82 . Vor der erzwungenen Pause feierte der SKN drei Siege in zuletzt zwei knappen Partien. Am Donnerstag schlug das Pendel zu Ungunsten der Wölfe aus.

Die Devise war, möglichst schnell den Rhythmus wieder zu  finden. Das fiel in der ersten Hälfte schwer. Auch weil Topscorer Lewis schon nach vier Minuten mit einer Knieverletzung verletzt raus musste. Wels hatte die Nase vorne, aber nicht weit genug. Ein zweistelliger Rückstand blieb den Gastgebern erspart. Nach einem 20:26 am Ende des Eröffnungsviertels geriet man in der letzten Minute der ersten Halbzeit neun Zähler in Rückstand.

Aus der Pause kam St. Pölten stark, vor allem dank Trmal, der im dritten Abschnitt neun Punkte markierte (Gesamt: 24). So lag der SKN in Minute 25 zum ersten Mal vorne: 52:51. Im Viertel führte man souverän mit 22:13 vorne, ehe in der Schlusssekunde Rimsa per Buzzerbeater zuschlug. Damit ging Wels doch wieder mit einer Führung in die letzten zehn Minuten: 62:60.

Der letzte Abschnitt entwickelte sich zu einem Schlagabtausch. Der SKN schien nun das Blatt zu wenden und ging mit einem 79:76 in die letzte Minute. Doch während Trmal bei seinem Dreierversuch Pech hatte, landete der Distanzwurf der Oberösterreicher im Korb. Trmal stellte schließlich auf 81:80, vergab aber den fälligen Freiwurf. Die Schwäche von der Freiwurflinie fiel den Niederösterreichern schließlich auf den Kopf. Denn beim letzten Angriff holte sich Ray dank seiner Explosivität zwei Rebounds und traf mit der Schlusssirene zum Sieg.

"Ich bin traurig, dass wir verloren haben. Aber auch stolz auf die Leistung nach den vergangenen Wochen. Wir haben gekämpft und konnten mit erhobenem Haupt das Feld verlassen", schildert SKN-Headcoach Andreas Worenz, der am Wochenende in Gmunden nicht mit einem Einsatz von Lewis rechnet. Zur genaueren Untersuchung steht am Freitag eine MRT an.