Sonnenpark: Stadt hält an Wohnbau fest

Erstellt am 28. Oktober 2014 | 05:31
Lesezeit: 3 Min
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Web-Artikel 213419
Foto: NOEN, Nadja Straubinger
3.118 Wohneinheiten sind für die nächsten Jahre in Planung, darunter das Projekt am Spratzerner Kirchenweg.

Die Landeshauptstadt blickt einer ereignisreichen Wohnbau-Zukunft entgegen: In den nächsten sechs Jahren sollen bis zu 3.545 neue Wohnungen geschaffen werden (die NÖN berichtete). Darunter befindet sich das viel diskutierte Bauprojekt am Krainer-Areal am Spratzerner Kirchenweg, besser bekannt als Sonnenpark. Dort trägt sich die Allgemein Gemeinnützige Wohnungsgenossenschaft seit mehreren Jahren mit dem Gedanken, einen Bau zu realisieren. Mit 90 Wohnungen ist nun, durch den städtischen Ausblick auf die wohnbaureiche Zukunft, die Dimension des seit lange geplanten Projektes bekannt.

SP-Bürgermeister Matthias Stadler verweist einmal mehr auf die vertragliche Situation: „Es gibt entsprechende Beschlüsse und Verträge. Die Genossenschaft hat das Recht dort zu bauen – das plant sie jetzt offensichtlich konkret. Diese rechtlichen Fakten sind zu akzeptieren.“

Damit dürften auch die für 2015 angekündigten Bemühungen der Sozialistischen Jugend, den Park zu erhalten, auf fruchtlosen Boden fallen. Zur möglichen Diskrepanz zwischen dem aufrechten politischen Beschluss und den SJ-Plänen wollte Stadler indes nichts sagen.

Genossenschafts-Obmann Willi Gelb erklärt, die Anzahl der 90 Wohneinheiten gehe auf die Einreichung im Jahr 2007 zurück. „Damals haben wir im Zuge des politischen Beschlusses einen Entwurf, basierend auf der Widmung als Bauland, eingereicht.“ Dieser gelte in den Grundsätzen immer noch.

Keine Eile mit Bauprojekten

Gelb hat es nicht eilig, im Sonnenpark zu bauen. Das Areal gehöre der Gemeinde, so Gelb: „Juristisch ist das ein fix fertiges Grundstück für den Bau. Ich muss aber warten, was die Stadt tut.“ Der westliche Teil sei Bauland und der Genossenschaft versprochen. Der östliche Teil sei Grünland und könne freilich als Park erhalten bleiben.

Das „Alt-Bauprojekt“ ist nur eines von insgesamt 18 Projekten, die für die nächsten Jahre geplant sind. Ganze 3.118 Wohneinheiten sollen durch die Genossenschaft, die Alpenland, Heimat Österreich, Frieden, die BWS, die NV Immobilien und den Wohnbauförderungsfonds NÖ entstehen. Zusätzlich hat die Stadtgemeinde eine Neuerrichtung in der Rödlgasse/Oskar-Helmer-Straße durch Palais Fanto genehmigt.
 


Wohnbau-Projekte

Die Allgemein gemeinnützige Wohnungsgenossenschaft plant 150 Wohnungen in der Handel-Mazzetti-Straße. Geplanter Baubeginn ist im Sommer 2015. In der Stifter Straße entstehen zudem 220 Wohnungen. Im Zentrum von Stattersdorf werden acht Reihenhäuser errichtet, im Herbst wird mit 18 weiteren Wohnungen in der Otto-Glöckel-Straße begonnen. In St. Georgen sollen 70 Wohnungen in der Wiesenfeldstraße entstehen.

  • Am Glanzstoff-Areal sind bis 1.300 Wohnungen möglich. Dazu sollen 1.000 Arbeitsplätze angesiedelt werden. Auf den WWE-Gründen sollen 500 Wohneinheiten unterkommen. Mit dem Projekt will die Stadt am Europan-Städtebaubewerb teilnehmen.
  • Weitere Projekte gibt es in der Brunngasse mit 19 modernen Wohnungen, den 29 Wohnungen in der Hermann-Gmeiner-Gasse – dem Junges-Wohnen-Projekt der Alpenland. Und auch 20 betreute Wohneinheiten in der Maria Sturm-Straße, 61 betreute Wohneinheiten und 20 frei finanzierte Wohnungen entstehen durch die Alpenland am Siegfried-Ludwig-Platz. In der Maximilianstraße werden durch die BWS 170 Wohnungen errichtet, in der Widerin-straße 109 Wohneinheiten. 120 Wohnungen wird es in der Herzogenburger Straße am ehemaligen Straßenbahn-Remisen-Areal (durch Frieden) geben.