Soziales im Blickfeld

Erstellt am 20. Juni 2011 | 07:07
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IDEEN-PROGRAMM / SP will soziale Punkte verwirklichen und verfasst Resolution für neue Regel bei Mindestsicherung.

VON MARIO KERN

ST. PÖLTEN / „Wir haben zwar dichte soziale Netze, aber manchmal reichen auch die nicht aus“, stellt SP-Bürgermeister Matthias Stadler fest. Und verweist auf vier Schwerpunkt-Themen aus seinem 130 Punkte umfassenden Wahlprogramm: Die Sozial-Card soll St. Pöltnern mit geringem Einkommen, etwa Beziehern von Mindestsicherung und Mindestpensionisten, in Form von Preisermäßigungen bei Konzerten und Freizeitangeboten zugute kommen.

Einen Überblick über zahlreiche soziale Einrichtungen und Organisationen in St. Pölten soll eine eigene Sozial-Hotline geben. Anrufer sollen in allen Lebenslagen weitervermittelt werden. Im Bereich Betreutes Wohnen wollen Matthias Stadler und SP-Stadtrat Dietmar Fenz, dass das Wohnheim für behinderte Menschen in der Maria-Sturm-Straße ausgebaut wird. Zusätzliche 10 bis 15 Wohnplätze sollen im Neubau, der anschließend an das bestehende Grundstück errichtet werden soll, unterkommen. Der vierte Punkt ist die Schaffung von Arbeitsplätzen zwischen dem Anforderungslevel der Tagesheimstätte und der Geschützten Werkstätte. Eine eigene Einrichtung soll Integration, Eigenverantwortung und Selbstvertrauen fördern.

Nicht nur Wohn- und Arbeitsplätze, auch die soziale Absicherung soll gewährleistet werden: „Bundesländer wie Wien, Salzburg und Steiermark leisten hinsichtlich der Mindestsicherung, Sonderzahlungen“, sagt Matthias Stadler.

„In Niederösterreich kommen viele Menschen mit dem normalen Betrag nicht aus.“ Stadler will mit einer Resolution, diese zusätzlichen Zahlungen zu bewilligen, als erste niederösterreichische Stadt „eine klare Initiative“ setzen.