Sparkassen-Bilanz in St. Pölten: Fundament für Krise. St. Pölten: Die Regionalbank wuchs 2019 an den Zahlen gemessen und auch digital, das hat sich jetzt bezahlt gemacht.

Von Max Steiner und Martin Gruber-Dorninger. Erstellt am 05. Juni 2020 (03:06)
Präsentierten diesmal digital die
Sparkasse NÖ Mitte West

„Wir haben das bisher ganz gut hinbekommen“, blickt Vorstandsdirektor Helge Haslinger auf den bisherigen Weg der Sparkasse NÖ Mitte West durch die Corona-Krise. Alle Filialen seien immer geöffnet gewesen, seit Mai sind sie wieder voll hochgefahren. Rund 100.000 Euro wurden im ersten Monat ausgegeben, um Mitarbeiter und Kunden zu schützen.

Als verlässliches Fundament in der Krise hätten sich das Wachstum im operativen Geschäft und die Stärkung der Substanz im Vorjahr erwiesen, die in der Bilanz 2019 aufscheinen. Die Bilanzsumme ist im vergangenen Jahr um mehr als sechs Prozent auf über zweieinhalb Milliarden Euro gewachsen, das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit stieg um fast 80 Prozent. Die Kernkapitalquote hat einen neuen Höchststand erreicht.

Bezahlt gemacht habe sich auch die Vertiefung der digitalen Prozesse. Fast 42.000 der 101.000 Kunden der Sparkasse NÖ Mitte West haben einen Zugang zum Online-Banking „George“, 39 Prozent der Unternehmenskunden wickeln ihre Geschäfte digital ab. Vier Millionen Überweisungen ermöglichten die digitalen Services 2019. „Wir haben George und Telebanking Pro auf Höchstlast gefahren – und das problemfrei“, haben laut Vorstandsdirektor Peter Hronek die digitalen Kanäle ihre Feuerprobe bestanden.

„Wenn sich die Rücknahme der Maßnahmen weiterhin so positiv fortsetzt, dann wird sich das noch ausgehen“, ist Helge Haslinger auch für das heurige Geschäftsjahr der Regionalbank noch zuversichtlich.