338 schwere technische Mängel festgestellt. „Aktion scharf“ der Landesverkehrsabteilung zeigte Wirkung. Es waren zahlreiche rollende Bomben unterwegs.

Von Gila Wohlmann. Erstellt am 03. Mai 2021 (14:39)

Gemeinsamer Verkehrsschwerpunkt der Landesverkehrsabteilung und der Landesregierung am ersten Maiwochenende in Niederösterreich. Kontrollpunkte waren die Raststation St. Pölten auf der A 1 und die Raststation Rannersdorf an der S 1 bei Schwechat.

66 Fahrzeuge wurden genauer ins Visier genommen. Das Ergebnis: 338 schwere technische Mängel. 77 Mängel waren sogar so gravierend, dass der Amtssachverständige der Landesregierung  „Gefahr im Verzug“ ortete. Die Hauptmängel: fehlende Funktion der Bremsen, kaputte Reifen, desolate Aufhängungen und Defekte an der Beleuchtung. 28 Fahrzeuge waren derart desolat, dass die Weiterfahrt untersagt wurde. Die Lenker mussten die Zulassungsscheine und Kennzeichen abgeben.

Besonders stach in St. Pölten ein albanischer Reisebus hervor. Der Lenker (45) wies eine ungültige Genehmigung vor und der Bus war nicht auf der vorgeschriebenen Route unterwegs. Die nachfolgende technische Kontrolle ergab ebenfalls mehrere schwere technische Mängel, wobei ein Mangel an der Bremsanlage so gravierend war, dass dieser ebenso mit „Gefahr im Verzug“ beurteilt wurde. Auch diesem Lenker wurde die Weiterfahrt untersagt.

Ein 30-jähriger Rumäne wurde noch bei der Raststation Rannersdorf angehalten. Bei der Kontrolle des Klein-Lkws samt Anhänger stellten die Beamten fest, dass bei dem Anhänger, auf dem ein Pkw transportiert wurde, das linke vordere Rad fehlte. Bei der folgenden technischen Überprüfung wurden insgesamt 21 technische Mängel festgestellt. Auch er musste sich von seinen Kennzeichen und Zulassungsschein vorläufig verabschieden.

Weitere 77 Verwaltungsübertretungen, davon 38 wegen Überschreitung der zulässigen Gewichte, neun Anzeigen wegen des bestehenden Wochenend- und Feiertagsfahrverbots und 30 Anzeigen wegen sonstiger Verwaltungsübertretungen, wurden ebenfalls bei den zuständigen Bezirksverwaltungsbehörden angezeigt.

16 weitere Fahrzeuglenker durften überdies wegen Überladung, Nichteinhaltung des Wochenend- und Feiertagsfahrverbots und sonstiger Verwaltungsübertretungen nicht mehr weiterfahren.