St. Pölten

Erstellt am 17. Mai 2018, 05:11

von Mario Kern

„Büro“ für die Zukunft Programm. Landestheater lädt im Juni zu partizipativem Festival auf dem Rathausplatz.

Landestheater St. Pölten  |  Gerald Lechner

Kulturgenuss muss nicht immer passiver Natur sein – zum Mitmachen regt das Landestheater mit seinem neuen Format, dem „Zukunftsbüro“, an: Zwischen Montag, 4., und Samstag, 9. Juni, können Kulturinteressierte auf dem Rathausplatz nicht nur Vortragenden lauschen, Tanzperformances erleben, Lieder hören und Theaterstücke mitverfolgen, sondern darüber hinaus bei Workshops mitmachen und Teil von Aufführungen werden.

Das partizipative Element der ungewöhnlichen Woche kommt auch beim kommunikativen Mittagessen zum Tragen oder beim „Zukunftslabor“, bei dem gemeinsam über die Zukunft von Arbeit, Gesellschaft, Migration und ökologische Verantwortung diskutiert wird. „Die Aufführungen und Formate verschieben die Grenzen zwischen Künstlern und dem Publikum“, erläutert Landestheater-Intendantin Marie Rötzer. „Es geht in erster Linie darum, dass Publikum und Teilnehmer neue Perspektiven, Gedanken und Anregungen zum eigenen Leben und zur Zukunft bekommen.“ Künstlerische und spielerische Ausdrucksmittel sollen helfen, Utopien und Visionen zur Zukunft zu entwickeln.

„Publikum und Teilnehmer sollen neue Perspektiven, Gedanken und Anregungen zum Leben und zur Zukunft bekommen.“ Marie Rötzer, Landestheater

Dass das „Zukunftsbüro“ stark an die partizipativen Elemente der Kulturhauptstadt-Bewegung erinnert, sei Zufall, so Rötzer. „Das ‚Zukunftsbüro‘ haben wir vor dem Startschuss der Bewerbung zur Kulturhauptstadt Europas geplant.“

Zu thematischen Überschneidungen komme es, weil sich das Landestheater „mit unserer Gegenwart und Zukunft hier in Niederösterreich und im europäischen Austausch auseinandersetzt“.

Gleichzeitig soll das „Zukunftsbüro“, umgesetzt von der Gruppe makemake unter der Leitung von Regisseurin Sara Ostertag, auch Anregungen und Visionen für eine mögliche Zukunft St. Pöltens als Kulturhauptstadt zusammentragen.

Das „Zukunftsbüro“ soll ein längerfristiges Projekt werden „und auf jeden Fall weiterbestehen“, so Rötzer. Eine Fortsetzung im nächsten Jahr ist bereits fixiert.