Erpresser-Mails fluten Posteingänge. Betrüger wollen Geld nach angeblichem Datenklau. Polizei rät: „Nicht zahlen.“

Von Thomas Werth. Erstellt am 22. Januar 2019 (05:49)
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Symbolbild

Eine neue Welle von erpresserischen E-Mails flutet nicht nur die Posteingänge vieler St. Pöltner, sondern auch die Polizei mit vielen Betrugsanzeigen. Bis zu drei Anzeigen täglich landen seit dem Jahreswechsel auf den Tischen des Stadtpolizeikommandos.

In den E-Mails behaupten Unbekannte, auf den Computer des Opfers zugreifen zu können. „Wir haben Passwörter und Zugang zu höchstpersönlichen Bereichen“, ist zu lesen. Verlangt werden rund 300 Euro, andernfalls würden die Daten veröffentlicht werden.

Die Ermittler raten, die Mails gleich zu löschen und auf keinen Fall zu zahlen. „Das ist bei den angezeigten Fällen zum Glück nicht passiert“, so ein Polizist. Allerdings geht er davon aus, dass weit mehr Mails in Umlauf sind, als bei der Polizei gemeldet werden. „Es ist nicht auszuschließen, dass jemand aus Sorge die Summe bezahlt.“

Warum sich die Betrugsmasche seit Jahresbeginn derart häuft, weiß die Polizei nicht. „Aber es ist eine leichte Art, an Geld zu kommen. Die Mails sind schnell verschickt. Und wenn von tausend Adressaten zwei bis drei zahlen, ist das für Betrüger nicht schlecht.“