„Jeder einzelne Cent hilft“ - Ö3-Weihnachtswunder. Robert Kratky, Andi Knoll und Gabi Hiller freuen sich auf ihren Einsatz in St. Pölten und möglichst viele Spenden.

Von Mario Kern. Erstellt am 18. Dezember 2018 (06:25)
Mario Kern
Als eingeschworenes Team sind die Moderatoren Robert Kratky, Gabi Hiller und Andi Knoll für das Ö3-Weihnachtswunder am St. Pöltner Rathausplatz motiviert.

Fünf Tage lang werden Robert Kratky, Gabi Hiller und Andi Knoll auf dem Rathausplatz das Ö3-Weihnachtswunder moderieren. Die NÖN bat vor dem großen Radio-Marathon von 19. bis 24. Dezember zum Interview.

NÖN: Natürlich hören die Bürger jeder Stadt gerne, dass es in ihrer Heimat besonders schön ist. St. Pölten wurde aber tatsächlich wegen der tollen Atmosphäre mit dem Christkindlmarkt auserwählt.

Robert Kratky: Absolut. Die Erlebnisse in Salzburg, Graz, Innsbruck und Linz bestätigen den Eindruck, dass wir wirklich in einem wunderschönen Land leben. St. Pölten ist definitiv ein weiterer wunderschöner Edelstein im Weihnachtswunder-Puzzle. Vom Platz her ist es hier aber so ideal wie selten zuvor. Das Weihnachtswunder und der Christkindlmarkt harmonieren einfach herrlich miteinander.

Andi Knoll: Allein wenn man hierher kommt und die Weihnachtswunder-Flagge am Rathausturm erblickt, fühlt man sich sehr willkommen.

Trotz der Punsch-Hütten in Griffweite werdet ihr im Weihnachtswunderdorf asketisch leben. Wie schwer ist das für euch?

Knoll: Wir dürfen erstens nicht raus und zweitens darf man uns nichts bringen und uns füttern. Alkohol gibt es keinen, auch keine feste Nahrung.

Kratky: Tee, Suppen und Smoothies – für Gabi und Andi kein Problem, für mich ist das wirklich eine große Herausforderung. Ich glaube ja persönlich, dass diese Idee aus einer gewissen Schadenfreude uns gegenüber heraus geboren wurde (lacht). Nein, im Ernst: Man kann nicht um Spenden bitten und sich auf der anderen Seite der Völlerei hingeben. Wir üben uns also gerne im Verzicht.

Stichwort Spenden: Im Vorjahr wurden 2,3 Millionen Euro übergeben – auch in St. Pölten wollen unzählige Schulen, Firmen, Vereine und Einzelpersonen beitragen, diesen Rekord zu knacken. Wie viel wird aus eurer Sicht zusammenkommen?

Gabi Hiller: Wenn Rekorde fallen, ist das schön. Sollten wir das Linzer Ergebnis toppen, freuen wir uns natürlich. Tatsächlich hilft aber jeder einzelne Cent der guten Sache, nämlich Österreichern in Notlagen, die Hilfe benötigen. Menschen mit Schicksalsschlägen, die jedem passieren können. Und da ist es keine Frage, dass wir das tun. Wir wollen möglichst viel Geld übergeben können.

Kratky: Wenn es notwendig ist, dass ich mich nackt ausziehe, damit viel Geld reinkommt für die Familien, dann tue ich das.

Wie werden die Schichten für die 120 Stunden ausgelost?

Kratky: Gabi hat grundsätzlich die Nacht-Schicht, sie ist allerdings auch die Jüngste.

Hiller: In der Nacht passieren die besten Dinge: Jedes Jahr kommt derselbe edle Spender in der Nacht vorbei und bringt 10.000 Euro mit.

Kratky: Ich versuche, meinen Wecker-Rhythmus einzuhalten. Ich werde mittags automatisch müde, notfalls würde ich auch in der Suppe einschlafen.

Was ist das Besondere am Leben im Weihnachtswunderdorf?

Knoll: Man ist auf der Welle, die außergewöhnliche Situation hier ist wie ein Marschierpulver für die 120 Stunden. Hiller: Manchmal vergessen wir, dass wir per Video-Stream zu sehen sind. Vor allem Robert, wenn er seinen Bart bürstet. Kratky: Erfahrungsgemäß die Nacht zum 24. Dezember. Da sind wir so richtig „drüber“.

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