St. Pölten

Erstellt am 17. Januar 2019, 12:37

von Lisa Röhrer

Kaugummi-Automaten: Zäh durch die Zeiten. Über 50 Kaugummi-Automaten stehen auch heute noch in der Stadt. Alle drei Monate werden sie mit Süßem befüllt.

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Er wirkt ein bisschen, als wäre er vergessen worden – der graue Automat an einer Hauswand der Josefstraße mit abgesplittertem Lack, verblassten Pickerln und Schmierereien. 20 Cent in den Münzschlitz geworfen und an dem Rädchen gedreht, rollt dann aber wie eh und je eine daumengroße bunte Kugel in die Hand. Schaut man genauer in die Straßen der Landeshauptstadt, sieht man, dass die Automaten noch lange nicht vergessen sind. Mindestens 50 stehen bis heute in St. Pölten.

Gegenüber dem Bahnhof, am Viehofner Johannesplatz oder bei der Bushaltestelle in Radlberg zum Beispiel kann man sich für 20 bis 50 Cent Kaugummis kaufen, oder auch Schlüsselanhänger, bunte Gummibälle und Ringe. Über 30 Automaten, die für viele eine Kindheitserinnerung bedeuten, betreibt Roman Voithofer. Weitere gehören der Firma Automaten Schwarz – beide Unternehmen haben ihren Sitz in St. Johann im Pongau. „Die Nachfrage ist weniger geworden, aber die Automaten sind noch lange nicht tot“, kann Voithofer immer noch gut von dem Geschäft leben.

Damit kein Kind vor einem leeren Kasten steht, fährt er alle drei Monate durch St. Pölten und füllt die Automaten auf. „Wir probieren immer wieder neue Süßigkeiten und kleine Spielsachen aus“, erzählt Voithofer. Dass die Automaten schon bald von den Hauswänden oder Gehsteigen verschwinden werden, glaubt er nicht: „Sie werden sich halten, solange es Bargeld gibt.“