Langzeit-Projekt: WIFI-Zentrale wird saniert. 25 Millionen Euro investiert die Wirtschaftskammer NÖ in das Haupthaus an der Mariazeller Straße. Der laufende Schulungsbetrieb soll nicht beeinträchtigt werden.

Von Daniel Lohninger. Erstellt am 03. Januar 2019 (04:42)
Daniel Lohninger
Das denkmalgeschützte WIFI-Hauptgebäude an der Mariazeller Straße wird um 25 Millionen Euro saniert.

Das WIFI-Hauptgebäude an der Mariazeller Straße ist sicher keines der schönsten der Landeshauptstadt, aber ein architektonisch wertvolles: Weil Karl Schwanzer den 1972 fertiggestellten Betonbau plante, ist er heute denkmalgeschützt.

privat
WIFI-LeiterAndreas Hartl betont: „DieSanierung beeinflusst den Ausbildungs-betrieb nicht.“

Allerdings: Das Gebäude ist in die Jahre gekommen, Teile des Dachs sind undicht und die Haustechnik entspricht nicht mehr den Anforderungen des 21. Jahrhunderts. Seit 2016 wurde deshalb an einem Sanierungsplan gearbeitet, für den das Präsidium der Wirtschaftskammer NÖ jetzt grünes Licht gab. Anstelle einer Generalsanierung ist eine lebenszyklusorientierte Sanierung geplant. Insgesamt 25 Millionen Euro werden dafür in den nächsten zehn Jahren investiert.

Stufenweise Sanierung in den nächsten zehn Jahren

Die stufenweise Sanierung bringt den Vorteil, dass der Ablauf der Bauarbeiten auf den Lehrbetrieb abgestimmt werden kann. Erneuert werden die Fassaden, die Dächer, die Fenster und vor allem die Gebäudetechnik – und natürlich sämtliche Räume. „Dieses Modell hat zudem den Vorteil, dass wir kein Ausweichquartier brauchen und der Betrieb weitgehend uneingeschränkt fortgeführt werden kann“, erklärt WIFI-Institutsleiter Andreas Hartl.

Immerhin frequentieren täglich etwa 2.500 Kursteilnehmer, Mitarbeiter und Lehrende das Gebäude. Hartl betont, dass alle Schritte in Abstimmung mit dem Denkmalamt erfolgen und auch die Erkenntnisse aus dem 2017 eingerichteten Musterräumen einfließen werden.

Insgesamt soll die Sanierung der rund 30.000 Quadratmetern großen Nutzfläche eine jährliche Energieeinsparung von etwa zwanzig Prozent bringen. „Wir schaffen für die WIFI-Kunden zudem eine Lerninfrastruktur nach modernsten Gesichtspunkten mit Wohlfühlambiente“, betont Hartl.

Der weitere Zeitplan: Heuer wird das Detailkonzept erarbeitet, 2020 wird dann mit den Arbeiten begonnen.