Maturareisen stehen auf der Kippe. St. Pölten: Schüler gehen verschieden mit ihren Reiseplänen um.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 04. Juni 2020 (05:15)
Die Maturanten verzichten heuerlieber auf eine Reise.
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Nach dem Lernstress auf Maturareise fahren, feiern und entspannen – so hatten sich viele St. Pöltner Maturanten diesen Sommer vorgestellt. Corona machte ihnen einen Strich durch die Rechnung: Das diesjährige „Summer Splash“ ist abgesagt. Letzte Woche wurde zudem bekannt, dass dessen Anbieter insolvent ist. „X-Jam“ in Kroatien soll nach wie vor stattfinden.

Letztere hatten HLW-Maturantin Marlene Greifeneder und ihre Klassenkollegen gebucht. Sie haben das vergünstigte Stornoangebot des Veranstalters angenommen. Auf welchen Kosten sie sitzen bleibt, weiß die 19-Jährige nicht exakt. „So genau habe ich es mir nicht angeschaut. Da war die Matura wichtiger als die Reise.“ Als Alternative plane sie einen Urlaub mit Freunden, gebucht habe sie aber noch nichts.

Im Umfeld von BHS-Landesschulsprecher Benjamin Koiser hoffen viele noch auf eine kostenlose Stornierung ihrer X-Jam-Reise. „Für sie ist es gerade keine Option zu fahren“, erzählt der HAK-Maturant. „Nicht, weil es ihre Eltern nicht erlauben, sondern weil es ihnen zu gefährlich ist.“ Koiser selbst hat nichts gebucht – „zu teuer und ich trinke keinen Alkohol.“