Neue Corona-Maßnahmen als Rückschlag für Nachtgastro. Nachtgastro in St. Pölten: Wegfall getesteter Gäste wäre für LaBoom-Betreiber herber Schlag, Zeltfeste sieht er im Vorteil.

Von Max Steiner. Erstellt am 15. September 2021 (04:00)
Andreas Brandstetter
Andreas Brandstetter: „Es wird mit zweierlei Maß gemessen.“
Privat

Wenn wegen der Maßnahmenverschärfung die getesteten Gäste wegfallen, wäre das für LaBoom-Betreiber Andreas Brandstetter ein herber Schlag für die gesamte Nachtgastronomie.

Rund 70 Prozent seiner Gäste seien geimpft, 30 Prozent würden dann fehlen. In ländlichen Gegenden schaue es noch ganz anders aus. Da würde man 60 bis 70 Prozent der Kunden verlieren. Die Lage sei für die Branche sehr schwierig, vor allem wenn 2G gelte, während für die Zeltfeste in der Nachbarschaft 3G und sogar Wohnzimmer-Tests reichen. Die Cluster-Bildung in der Nachtgastronomie ist sehr gering, meint Brandstetter, da sei die Nachtgastronomie nicht die treibende Kraft. „Es ist schade, dass mit zweierlei Maß gemessen wird. Im LaBoom besteht weniger Gefahr als bei den Zeltfesten, wo oft auch schlampig kontrolliert wird.“

Trotzdem seien alle in der Branche froh, offen zu haben, betont der LaBoom-Geschäftsführer. „Wir halten offen so lang wie möglich und es Sinn macht.“ Monat für Monat werde evaluiert, aber es habe natürlich niemand Erfahrungswerte.

Dass hinzukommende Genese den Verlust an Getesteten nicht ausgleichen werden, davon ist auch Steve Ponta vom Warehouse überzeugt. Er befürchtet ebenfalls Einbußen, wenn nur noch 2G gilt. Durch den Stufenplan habe man aber nun immerhin sieben Tage Zeit, um sich einstellen zu können. Sonst könne man nur abwarten. „Rosig ist es nicht, aber man hält sich über Wasser“, so Ponta.

Aktuelle Umfrage

  • Sind die neuen Corona-Maßnahmen gerechtfertigt?