Obdachloser griff bei Billa in Kassa. Obdachloser griff bei Billa in Kassa und verletzte Angestellte mit Schraubenzieher.

Von Claudia Stöcklöcker. Erstellt am 29. März 2019 (04:11)
Weingartner-Foto
Symbolbild

„Ich hab’ mir eine Wurstsemmel gekauft und dann ist mir das eingefallen. Ich hatte keinen Raub vor“, sagt ein Obdachloser (50) vor Gericht. Bei der Billa-Filiale am Bahnhof langte er am 10. Jänner zu, drängte die Kassierin mit Gewalt zur Seite und verletzte sie dabei mit einem Schraubenzieher. Zum 19. Mal sitzt der vorbestrafte Mann bereits auf der Anklagebank.

„Mit der rechten Hand habe ich ihr das Geld für die Semmel in die Hand gedrückt, mit der linken in die Kassa gegriffen. Einen Teil des Geldes hat sie mir wieder entrissen“, setzt der Angeklagte fort und erzählt von Drogensucht. Zum Schraubenzieher sagt er: „Den habe ich immer mit. Weil das Futter meiner Jacke ein Loch hatte, ist er mir in den Ärmel gerutscht.“

Der Richter, er hat den Angeklagten bereits zu Gefängnis verurteilt, glaubt ihm das: „Sie sind ein Einbrecher und grundsätzlich kein Räuber.“ Nach dem Überfall flüchtete der 50-Jährige und wurde von einem Passanten mit 1.350 Euro Beute geschnappt. „Von hinten hat mir jemand eine auf den Kopf geschlagen“, so der Angeklagte.

Das nicht rechtskräftige Urteil: sechseinhalb Jahre Haft.