ÖBB-Wohnungen: Sanierung statt Verkauf. In St. Pölten gibt es keine Pläne der Bundesbahnen, sich von Gebäuden zu trennen. Stattdessen beginnt Instandsetzung.

Von Thomas Werth. Erstellt am 19. September 2019 (03:17)
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64 Wohnungen in sieben Häusern des Hofs 3 werden im kommenden Jahr saniert. Werth

Österreichweit möchten sich die ÖBB von einem Drittel ihrer rund 6.000 Wohnungen trennen. Die 650 Wohnungen, die sie in St. Pölten besitzen, zählen aber nicht dazu, wie Sprecher Christopher Seif bestätigt: „In St. Pölten ist derzeit nicht geplant, Wohnungen zu verkaufen.“

Stattdessen soll in der Landeshauptstadt mit der Sanierung begonnen werden. Im nächsten Jahr startet die Instandsetzung von 64 leer stehenden Wohnungen im Hof 3 zwischen Grillparzerstraße, Kranzbichler straße, August-Hassack-Straße und Passauer Straße. Wohnungen werden zusammengelegt, ein neues Energieversorgungskonzept für die um 1900 gebaute Anlage umgesetzt und die Fassade teilweise erneuert. Die anderen beiden Höfe folgen.

Die sanierten Wohnmöglichkeiten sollen die ÖBB zu einem attraktiveren Arbeitgeber machen. „Ein ansprechendes, leistbares und arbeitsnahes Wohnraumangebot ist ein guter und wichtiger Anreiz für die Zukunft. Denn die ÖBB werden in den nächsten Jahren rund 10.000 neue Mitarbeiter einstellen“, betont Seif.