Österreichische Erstaufführung: "Nullzeit" im Kinosaal. Das Theater Perpetuum bringt ab 15. März eine Dreiecksbeziehung auf die Bühne im Forumkino.

Von Mario Kern. Erstellt am 23. Februar 2019 (06:54)
Susanne Steigenberger
Bringen ab 15. März an vier Freitagen und vier Samstagen Juli Zehs „Nullzeit“ auf die Bühne im ehemaligen Forumkino: Martin und Daniela Freudenthaler, Iris Teufner (vorne), Bernhard Scharl, Regieassistentin Heidi Scheibelreiter-Leppich und Georg Wandl.

Zum ersten Mal in Österreich zeigt das Theater Perpetuum ab Freitag, 15. März, um 19.30 Uhr Bernhard Studlars „Nullzeit“ nach dem gleichnamigen Roman der preisgekrönten deutschen Schriftstellerin Juli Zeh. „Auf der Suche nach einem Stück habe ich ganz konkret nach weiblichen Autorinnen gesucht, weil die bei Perpetuum bis jetzt eindeutig unterrepräsentiert sind“, begründet Regisseur Bernhard Scharl die Wahl von „Nullzeit“ für das diesjährige Perpetuum-Theater-Vergnügen auf der Bühne im ehemaligen Forumkino.

Scharl inszeniert zum ersten Mal alleine ein Stück für die freie Theatergruppe. „Nullzeit“ sei für ihn besonders spannend, so Scharl. „Inhaltlich, weil im Zentrum fast aller Werke von Juli Zeh die ‚Schuldfrage‘ steht. Hier ist selten etwas wie es auf den ersten Blick scheint. Aber auch aus dramaturgischer Sicht: Die Szenen spielen nicht nur an Land, sondern auch auf und vor allem unter Wasser.“

Auf der Bühne stehen in der Dreiecksbeziehung von Soap-Darstellerin Jola, ihrem Partner Theo und den Tauchschulbetreibern Sven und Antje die Mimen Daniela Freudenthaler, Iris Teufner, Martin Freudenthaler und Georg Wandl. Wandl macht auf das Stück neugierig, will aber vor der Premiere nicht zu viel verraten: „Für mich ist diesmal das Spezielle, dass Bernhards Inszenierung auf einige Aspekte Wert legt, die ich so noch nicht gespielt habe.“