Pekinese vor Hitzetod im Auto gerettet. Selbst auf Schattenparkplätzen oder bei leicht geöffneten Fenstern droht Hunden, aber auch Kleinkinder, Überhitzung.

Von Nadja Straubinger und Thomas Werth. Erstellt am 20. Juni 2019 (04:56)
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Das war knapp! Auf einem Supermarkt-Parkplatz im Süden der Stadt entdeckte gerade noch rechtzeitig eine Passantin zu Beginn der Vorwoche einen Pekinesen in einem Auto. Der Wagen war bei Temperaturen um die 30 Grad mit geschlossenen Fenstern in der Sonne abgestellt.

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Die Frau alarmierte die Polizei und versuchte einstweilen, den Hund zu retten. Glücklicherweise war das Fahrzeug des 51-jährigen Hundebesitzers nicht versperrt und die Fahrertür konnte geöffnet werden. „Der Hund war schon sehr geschwächt“, erzählt ein Polizist. Der Besitzer wurde wegen Tierquälerei angezeigt.

„Wenn Sie einen Hund an einem warmen Tag im Auto sehen, gehen Sie bitte nicht weiter, sondern handeln Sie!“

Wäre der Hund nicht entdeckt worden, hätte es schlimm ausgehen können. „Hunde haben nur wenige Schweißdrüsen, kühlen sich hauptsächlich durch Hecheln ab“, erklärt Tierheimleiter Davor Stojanovic. Auch ein Schattenparkplatz oder leicht geöffnete Fenster sind kein ausreichender Schutz für Hunde. Wenn diese die Temperatur nicht ausgleichen können, kommt es zu irreparablen Organschäden oder einen Herzstillstand.

„Wenn Sie einen Hund an einem warmen Tag im Auto sehen, gehen Sie bitte nicht weiter, sondern handeln Sie!“, appelliert Stojanovic. Sollte der Besitzer nicht auffindbar sein, sollte man die Polizei alarmieren. Nach der Rettung sollte man für ihn ein schattiges Plätzchen suchen, den Hund mit lauwarmen Wasser versorgen und zum nächsten Tierarzt bringen.