St. Pölten

Erstellt am 16. Oktober 2018, 03:28

von Lisa Röhrer

Polizei kündigt 2019 härtere Radfahrer-Kontrollen an. Polizei setzte bisher auf Bewusstseinsbildung. Unfälle nahmen trotzdem weiter zu. Nächstes Jahr drohen mehr Strafen.

Besonders viele Unfälle ereigneten sich an der Kreuzung der Bimbo-Binder-Promenade mit der Dr.-Adolf-Schärf-Straße.  |  Lisa Röhrer

In 27 Verkehrsunfälle waren Radfahrer zwischen Juli und September in der Stadt verwickelt. Sechs Unfälle verursachten die schwächsten Verkehrsteilnehmer davon selbst. Zwei Personen schwangen sich sogar mit über 0,8 Promille Alkohol im Blut in den Sattel.

„Heuer haben wir's im Guten versucht"

Die Notwendigkeit der verstärkten Radfahrer-Kontrollen, die seit Juli durchgeführt wurden, wird damit bestätigt: „Im Vorjahr hatten wir im selben Zeitraum 22 Unfälle, wir haben also schon wieder eine Steigerung“, ist Alfred Effenberger vom Stadtpolizeikommando alarmiert. Die „Aktion scharf“ sollte einerseits das Verantwortungsbewusstsein der Radfahrer im Verkehr schärfen, und andererseits Verkehrsregeln in Erinnerung rufen. Der Fokus lag dabei bisher noch auf der Bewusstseinsbildung. „Wir haben‘s heuer im Guten versucht“, so Effenberger.

Gestraft wurde in wenigen Fällen. Das soll sich ändern. Für das Missachten der Verkehrsregeln drohen ab der kommenden Radfahr-Saison verstärkt Strafen. Erste Früchte scheint aber allein die verstärkte Polizei-Präsenz zu tragen: Gerade bei der Kreuzung am Bischofsteich seien die Radler jetzt vorsichtiger.

Auch der erste Unfall-Hotspot konnte entschärft werden: Bei der Kreuzung der Bimbo-Binder-Promenade mit der Dr-Adolf-Schärf-Straße wurde nach einer Verkehrsverhandlung eine Bodenmarkierung ergänzt und Sträucher werden entfernt.

Umfrage beendet

  • Härtere Kontrolle für Radfahrer?