Rapid-Fan leugnet Rangelei mit Polizei. Bei Fußballspiel soll 31-Jähriger randaliert haben. Widerstand streitet er vor Gericht ab.

Von Claudia Stöcklöcker. Erstellt am 18. Januar 2019 (15:49)
Symbolbild
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Zu Ausschreitungen kam es beim Heimspiel des SKN St. Pölten gegen SK Rapid Wien am 16. Dezember 2016. Fans der Grün-Weißen randalierten vor Spielbeginn vor dem Stadion. Polizisten schritten ein. Für einen 31-jährigen Wiener hat das nun ein gerichtliches Nachspiel. Am Landesgericht in St. Pölten sitzt er wegen versuchten Widerstands gegen die Staatsgewalt.

„Wir haben den Einlass ins Stadion beobachtet. Es ist alles problemlos über die Bühne gegangen, bis ein Rapid-Fan wegen Suchtgift beamtshandelt wurde“, erzählt ein Polizist vor der Richterin. Andere Fans seien dann sofort auf die Exekutiv beamten losgegangen. „Da wurde geschimpft, geschrien und mit Bierdosen geschossen. Der Angeklagte war einer der Rädelsführer, er war sehr aggressiv und wollte eine Sperrkette durchbrechen. Wir haben ihn festgehalten, die Festnahme ausgesprochen. Er hat sich losgerissen, ist zum Fanbus, mit geballten Fäusten. Ein Kollege hat ihn mit dem Pfefferspray erwischt“, setzt der Beamte fort.

„Dann ist er in den Bus gestiegen und wurde von Fans sofort abgeschirmt“, schildert er das vorläufige Ende der Verfolgung. Schließlich sei es den Polizisten aber gelungen, die Identität des Wieners festzustellen.

Geständig zu alledem ist der 31-Jährige nicht. „Es handelt sich um eine Verwechslung“, erklärt er. Bevor die Richterin ein Urteil fällt, möchte sie noch Zeugen befragen. Der Prozess wird vertagt.