St. Pölten

Erstellt am 12. Juli 2018, 04:39

von Thomas Werth

Strahlentherapie: Kremser Spital erhält Vorzug. Alle drei neuen Geräte wird Kremser Spital erhalten. Die Landeshauptstädter werden damit auch künftig pendeln müssen.

LKH Krems  |  NOEN, Lechner

Krebskranke aus Stadt und Bezirk St. Pölten, die eine Strahlentherapie benötigen, werden auch weiterhin nach Krems fahren müssen. Denn die drei neuen, im Österreichischen Strukturplan für Gesundheit fixierten Geräte wird allesamt das Kremser Universitätsklinikum erhalten. Das wurde in einer Holding-Versammlung beschlossen. Bis 2025 wird die Zahl auf sechs Linearbeschleuniger verdoppelt, drei weitere befinden sich in Wiener Neustadt. Das erste neue Gerät soll in Krems 2022 in Betrieb gehen.

Damit verpuffte auch eine Forderung von Bürgermeister Matthias Stadler. Denn in Anbetracht der lange noch ungeklärten Standortfrage sah Stadler
St. Pölten nicht nur aufgrund des Bevölkerungswachstums als Favorit. „Es ist auch vollkommen klar, dass eines dieser Geräte im größten und modernsten Klinikum des Landes, nämlich im Universitätsklinikum St. Pölten, stehen soll“, meinte Stadler vor rund einem Jahr. Für Krems dürfte jedoch gesprochen haben, dass dort die Ressourcen optimal genützt werden können und bereits hoch spezialisierte Mitarbeiter vor Ort sind.

Notwendig wurde die Aufstockung aufgrund zu langer Wartezeiten. Laut Patientenanwalt Gerald Bachinger habe es in der Vergangenheit bis zu 14 Tage bis zum Therapiebeginn gedauert.