Teenager kaufte mit „Blüten“ ein. 18-Jährige wollte Falschgeld in Umlauf bringen. Sie fasste eine bedingte Haftstrafe aus.

Von Claudia Stöcklöcker. Erstellt am 19. Juni 2019 (15:58)
APA (dpa)
Symbolbild

„Er hat mir gefälschte 50-Euro-Scheine im Wert von 1.000 Euro in einer schwarzen Mappe gegeben“, erzählt eine St. Pöltnerin vor Gericht. Die „Blüten“ aus dem Darknet sollte sie in Verkehr bringen, um echtes Wechselgeld zu erhalten. Am Landesgericht wird der 18-Jährigen deswegen wegen des Verbrechens der Geldfälschung der Prozess gemacht.

Blüten aus dem Darknet

„Ich hatte damals kein Geld. Einen Teil des Wechselgeldes hätte ich abliefern sollen, den Rest behalten können“, erklärt die Jugendliche vor dem Richter. Einige Scheine brachte sie an den Mann. Als sie in einer Pizzeria damit zahlte, stand zwei Tage später die Polizei vor ihrer Tür.

Woher die Angeklagte die „Blüten“ hatte? „Ich habe einen Bekannten gefragt, ob er einen Tipp hat, wie ich zu Geld komme“, erklärt sie. Der Bekannte hätte sie dann an einen anderen Burschen weitervermittelt. Genaueres über den wisse die Angeklagte nicht, sagt sie.

Für die St. Pöltnerin setzt es wegen Geldfälschung und des Vergehens der falschen Beweisaussage (sie hatte bei einer Zeugeneinvernahme geschwindelt) sechs Monate bedingt verhängte Freiheitsstrafe. Ein Bewährungshelfer wird ihr zur Seite gestellt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.