Welpe auf Zugtoilette ausgesetzt!. Mini-Yorkshire-Terrier-Hündin wurde einfach auf Bahnfahrt zwischen Wien und Tulln „entsorgt.“ Jetzt erholt sie sich beim St. Pöltner Tierschutzverein.

Von Gila Wohlmann. Erstellt am 29. November 2019 (11:06)
Tierschutzverein St Pölten

„Die Fälle von Herzlosigkeit und skrupellosem Umgang mit Tieren werden täglich aufs Neue und auf erschütternde Weise übertroffen“, ist Davor Stojanovic, Leiter des St. Pöltner Tierheims entsetzt.

Er kann es noch immer nicht fassen. Auf der Toilette eines Zuges, der von Wien in Richtung Tulln unterwegs war, wurde eine Hündin ausgesetzt. Gefunden wurde der kleine Vierbeiner vom aufmerksamen Zugpersonal. Dieses hat dann den Tierschutzverein St. Pölten informiert, dessen Team umgehend den kleinen Mini-Yorkshire-Terrier in seine Obhut genommen hat.

„Sie hat durch das Hin- und Herrütteln auf der Zugtoilette während der Fahrt ein paar kleinere Blessuren erlitten. Ansonsten ist sie aber gesund, wenn auch noch ein wenig verschreckt“, sagt Stojanovic. Das Weibchen, sie hat nun den Namen „Mia“ erhalten,  ist zirka drei Monate alt und nicht gechippt.

„Es ist daher sehr naheliegend, dass sie ausgesetzt wurde“,  meint der Tierheimleiter. Sollte jemand der Besitzer der Hündin sein, weil sie ihm möglicherweise entwendet wurde, möge er sich im St. Pöltner Tierheim melden. Nach rund 30 Tagen Frist wird der Welpe vermittelt. „Wir suchen dann einen liebevollen Lebensplatz, wo sie nicht einfach, weil sie lästig wird, entsorgt wird“, hofft Stojanovic auf Tierfreunde. Großen Dank spricht er dem engagierten Zugpersonal aus, das sich der Hündin angenommen hat.