Umstrukturierung: Rathaus wird zum Bürgerhaus. Vieles anders ist ab 2020 in der St. Pöltner Stadtverwaltung. Die Abteilungen werden umgekrempelt – der Magistrat bekommt eine abteilungsübergreifende Anlaufstelle.

Von Beate Steiner. Erstellt am 15. Oktober 2019 (13:07)
Bürgermeister Matthias Stadler und Magistratsdirektor Thomas Dewina mit den künftigen Spitzen der Stadtverwaltung.
Beate Steiner

Die Stadtverwaltung denkt die Verwaltung neu und strukturiert den Magistrat ab 2020 um. Der gliedert sich künftig in eine Abteilung für Personal, die Stadtprokuratur, sechs Geschäftsbereiche und das Bürgerhaus – eine Servicestelle, in der die St. Pöltner einen Großteil der knapp 700 Leistungen der Verwaltung in Anspruch nehmen können. „Unser Maxime lautet: Nicht der Bürger läuft von Amt zu Amt, sondern sein Anliegen“, erklärt Bürgermeister Matthias Stadler. Im dann dafür barrierefrei adaptierten Erdgeschoß des Rathauses sollen sich die Mitarbeiter wie in einem Co-Working-Space abteilungsübergreifend um die Anliegen kümmern.

Der Aufgabenbereich umfasst Personenstand-Angelegenheiten, den Tourismus, Wohnservice und Wirtschaftsservice sowie die Bereiche Kommunikation, Partizipation, Digitalisierung und Information.

Federführend in den Bereichen des Bürgerhauses sein werden Michael Koppensteiner, bisher Büroleiter des Bürgermeisters, Rathaussprecher Martin Koutny und Christoph Schwarz, der bisherige Leiter des Departments für Zukunft und Wirtschaft.

Rechtsabteilung wird zur Stadtprokuratur

Die bisherige Rechtsabteilung wird zur Stadtprokuratur weiterentwickelt, mit vier eigenverantwortlichen „Anwälten“, darunter drei Frauen: Larisa Costan, Vera Kleemann, Barbara Gebath sowie Markus Riegler werden die vier Departments leiten.

Fachbereich Bau wird

aufgeteilt

Der Bereich „Stadt-, Verkehrsplanung und öffentlicher Raum“ deckt die Ziele der Stadtentwicklung ab und widmet sich dem Personen-Nahverkehr und der Verwaltung des öffentlichen Gutes. Leiter wird der bisherige Stadtplaner Jens de Buck.

In den Bereich „Bauprojekte, Infrastruktur und Betriebe“ wird künftig die Bäderverwaltung eingegliedert und auch die IT-Abteilung. Leiter und damit Ansprechpartner für sämtliche Bauprojekte wird Wolfgang Lengauer als Nachfolger des bisherigen Baudirektors Kurt Rameis.

„Unser Ziel ist ein Dienstleistungsbetrieb für die Bürger, der ein geordnetes Zusammenleben in der Gemeinschaft unter Schaffung und Gewährleistung bester Lebensqualität sichern soll“, geben Bürgermeister Matthias Stadler und Magistratsdirektor Thomas Dewina als Devise der Magistrats-Neugestaltung aus.