Weinhauptstadt trifft die Landeshauptstadt. 2021 kommt der Hauptstadtwein erstmals aus dem Weinviertel, von der Winzerfamilie Hirtl aus Poysdorf.

Von Beate Steiner. Erstellt am 11. August 2020 (16:00)
Verkosteten den Grünen Veltliner der Winzerfamilie Martin und Andrea Hirtl (Mitte) im Bürgermeisterzimmer: Matthias Stadler (rechts), Thomas Grießl und Karl Wilfing (von links).
Arman Behpournia

Ein gutes Glaserl Grüner Veltliner am Hauptstadtball machte Landtagspräsident Karl Wilfing Mut: „Der nächste Hauptstadtwein sollte ein Weinviertler sein“, sagte der ehemalige Poysdorfer Bürgermeister zum St. Pöltner Stadtchef. Matthias Stadler ließ sich gern überzeugen, dass ein Teil der zehn Millionen Liter Wein, die Poysdorf zu Österreichs Weinhauptstadt machen, in die Landeshauptstadt fließen sollte.

Und so testeten sich St. Pöltner Wein-Kenner durch einige Keller in Poysdorf und wählten schließlich Martin und Andrea Hirtl zu den Hauptstadtwinzern 2021. Die Kür des Vorzeigebetriebs freut den Poysdorfer Bürgermeister Thomas Grießl: „Ich bin sicher, dass viele St. Pöltnerinnen und St. Pöltner Lust auf einen Besuch bei uns bekommen werden.“

Naturnaher, typischer Weinviertler Veltliner

Winzer Martin Hirtl ist stolz, dass er im nächsten Jahr den Hauptstadtwein liefert. „Wir haben in den letzten Jahren internationale und nationale Instanzen von der Qualität unserer Weine überzeugt.“ Das verdankt der innovative Weinbauer, der sich besonders mit dem Bodenaufbau beschäftigt, auch der naturnahen Traubenproduktion: „Die geologischen und klimatischen Besonderheiten des Weinviertels werden mit viel Gespür eins zu eins in unsere Flaschen gebracht.“