St. Pölten will 2014 noch mehr wachsen als bisher

Erstellt am 29. Jänner 2014 | 13:33
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Rathausplatz  St. Pölten
Foto: Erwin Wodicka (BilderBox.com)
St. Pölten hat in den vergangenen zehn Jahren deutlich an Größe zugelegt. Anfang dieses Jahres zählte die Landeshauptstadt 52.322 Hauptwohnsitze.
Die Anzahl der Arbeitsplätze befinde sich auf einem "historischem Höchststand", betonte Bürgermeister Matthias Stadler (SPÖ) bei einem Pressegespräch am Mittwoch. Es gebe aber noch sehr viel Wachstumspotenzial.

Stadler zuversichtlich: "Wir sind eine junge Stadt im Wachsen"

St. Pölten sei flächenmäßig größer als Linz, habe aber nur ein Viertel der Einwohner. Dies wolle man verändern. "Wir brauchen mehr Wohnungen. Wir sind eine junge Stadt im Wachsen", sagte der Bürgermeister.

Die Bedingungen dafür seien gegeben. In der Metropolregion Wien sei vieles möglich, so Stadler, der gleichzeitig betonte, nicht mit der Bundeshauptstadt in Konkurrenz treten zu wollen. Vielmehr soll eine Balance zwischen den beiden Städten hergestellt werden.

Lebensqualität: "Zweifel wegen Industriestadt kein Thema mehr"

"Das hat viel mit dem Imagefaktor zu tun", erklärte der Bürgermeister, der im kommenden Juni sein zehnjähriges Amtsjubiläum feiert. "Früher hat man an der Lebensqualität in St. Pölten als Industriestadt gezweifelt. Das ist heute kein Thema mehr", zog Stadler Bilanz über das vergangene Jahrzehnt. Weitere Marketingaktivitäten sollen in den kommenden Monaten gestartet werden.

Jüngste Zahlen der Statistik Österreich belegen das Wachstum am Arbeitsort St. Pölten. Per Stichtag 31. Oktober 2011 gab es 53.734 Arbeitsplätze, so viele wie nie zuvor. Vergleicht man dies mit den 52.322 Hauptwohnsitzen Anfang 2014 wird klar, dass es in der Landeshauptstadt mehr Arbeitsplätze als Einwohner gibt.

Dementsprechend stehen 7.674 Auspendler 33.882 Einpendler gegenüber. Das Verkehrsaufkommen steigt laut Bürgermeister jährlich um drei bis fünf Prozent. "Das zeigt, wie sehr die Stadt an Zugkraft gewonnen hat", so Stadler. Aus diesem Grund arbeite man auch bereits an einem Generalverkehrskonzept, der auch den Ausbau des öffentlichen Bussystems (LUP) beinhaltet.

Mehr Firmen auf Betriebsareal in Hart und Schwerpunkt Bildung

Der Wirtschaftsstandort St. Pölten soll erweitert werden. Am Betriebsareal NÖ Central im Stadtteil Hart will man weitere Unternehmen ansiedeln. Zudem verfüge man mit insgesamt 194,87 Hektar unbebauten Betriebsflächen über weitere Grundstücksreserven.

Dass sich immer mehr Firmen für die Landeshauptstadt entscheiden, ist auch in der Steigerung der Einnahmen aus der Kommunalsteuer zu sehen. Diese lagen 2013 auf einen ebenso historischen Höchststand von 26,32 Mio. Euro. "Bei meinem Amtsantritt waren es knapp 18 Millionen Euro", so Stadler.

Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt bleibe die Bildung: Bis 2015 werden 185,3 Millionen Euro investiert. Die Anzahl der Bildungsplätze, die stetig zunimmt, liegt derzeit bei rund 60.000. Allein in diesem Jahr werden drei neue Studiengänge an der Fachhochschule St. Pölten und der New Design University (NDU) gestartet.