St. Pölten

Erstellt am 10. März 2018, 05:48

von Mario Kern

Zum Jubiläum darf‘s ein Nestroy sein. Ensemble Perpetuum zeigt im 35. Jahr Johann Nestroys „Höllenangst“. Regie führt beim „bösen“ Stück Gerhard Egger.

Gerhard Egger inszeniert Nestroys „Höllenangst“ zum 35er der Gruppe.  |  NOEN

Für die 50. Premiere im 35. Jahr hat sich das St. Pöltner Theaterensemble Perpetuum mit „Höllenangst“ eines der „bösesten Stücke“ von Johann Nestroy ausgewählt. „Für die Jubiläumsproduktion haben wir auch etwas gesucht, bei dem viele von uns auf der Bühne stehen“, erläutert Regisseur Gerhard Egger.

„Und: Nestroy hätte man von uns nicht unbedingt erwartet, aber den kann man auch im Perpetuum-Stil zeigen: Weit weg vom Biedermeier, aber auch ohne vordergründige Aktualisierung.“ Im Stück um einen missverstandenen Teufelspakt treten unter anderen Bernhard Scharl als Wendelin und Georg Wandl als besoffener Vater auf – für die 15 Schauspieler bedeutet „Höllenangst“ ein herausforderndes Stück: „ Jeder muss für die Rolle eine eigene Sprache finden. Bei Nestroy ist es eben kein derber Dialekt, sondern eine genau geformte Kunstsprache mit vielen Sprachspielereien. Das muss man in die Gegenwart holen.“ Auch das Timing bei Szenen- und Schauplatzwechsel und den Effekten sei sehr wichtig beim Stück, betont Egger.

Das Jubiläumsstück können Perpetuum-Fans und Theaterfreunde ab Freitag, 6. April, um 19.30 Uhr im Forumkino sehen. Mehr Termine: perpetuum.at