Zwölf Monate für falschen Führerschein. Rumäne wies sich mit der Identität seines Nachbarn aus.

Von Gila Wohlmann. Erstellt am 26. September 2020 (09:26)
Bei Kontrolle flog die Dokumentenfälschung auf
APA (dpa)

Mit einer gefälschten Lenkerberechtigung und einem falschen Personalausweis war ein Rumäne unterwegs. Im Zuge einer Kontrolle flog jedoch die Dokumentenfälschung auf, für die sich der 26-Jährige am St. Pöltner Landesgericht verantworten musste.

Seines Vergehens bewusst, gab er sich geständig. „Ich habe sonst nichts gemacht, keinen Raub begangen“, versuchte er, ein mildes Urteil zu erwirken. Er hätte sich mit der Identität seines Nachbarn in Rumänien ausgewiesen, dieser sei darüber in Kenntnis und auch einverstanden gewesen.

Der Angeklagte erklärte, dass er so erreichen wollte, in Österreich bleiben und auch weiter arbeiten zu dürfen. Er sei gelernter Maurer und hätte für vier Kinder zu sorgen. Bislang war er auch unbescholten in Österreich, nicht aber so in seiner Heimat. Hier liegen bereits vier Verurteilungen auf, sogar eine mehrjährige Haftstrafe hat er noch zu verbüßen. Ebenso hier wurden ihm Dokumentenfälschungen, so auch eines Führerscheins, nachgewiesen.

„Dass er wieder dieselben Delikte begangen hat, zeigt, dass er keinen Respekt vor den Behörden hat. Die Verurteilungen haben sichtlich nichts bewirkt“, meinte die Staatsanwältin.

Das Gericht verurteilte ihn zu zwölf Monaten Haft, elf davon auf Bewährung mit einer Probezeit von drei Jahren. Der Rumäne nahm das Urteil dankend an, mit der Bitte seine offene Haftstrafe in seiner Heimat bald absitzen zu dürfen.