Erinnerung an Friedrich Martin Seitz . Hippolythaus zeigt ab 21. Februar Arbeiten des 2014 verstorbenen, langjährigen Obmanns des Künstlerbundes.

Von Mario Kern. Erstellt am 16. Februar 2019 (05:26)
privat
Werke von Friedrich Martin Seitz gibt es im Hippolythaus zu sehen.

Etwas mehr als vier Jahre nach seinem Tod wird dem großen St. Pöltner Künstler und langjährigen Künstlerbund-Obmann Friedrich Martin Seitz erneut Tribut gezollt: Das Hippolythaus zeigt ab 21. Februar unter dem Titel „Ars Meditativa“ ausgewählte Werke aus dem Seitz’schen Nachlass und aus dem Bestand des Hauses – darunter die Bronzeskulptur „Hl. Hippolyt“ aus dem Vorraum der Kapelle und einen Kreuzweg. Das Herzstück der Ausstellung ist das 1987 geschaffene, drei mal drei Meter Fastentuch, das jährlich zur Fastenzeit verschiedenste Stellen in der Domkirche ziert.

Kurator Franz Moser würdigt Seitz als „in vielen Techniken versierten Künstler, vom Holzschnitt bis zum Objekt“. Die christliche Spiritualität habe Seitz beseelt und zu nachhaltig in Erinnerung bleibenden Werken über Bibel-Weisheiten und etwa die Passion Christi bewegt. Aber auch sein Talent als Dichter lässt Moser in der Ausstellung erneut aufleben: Christina Priplata-Harand, Karl Priplata und Elisabeth Herndl tragen bei der Vernissage am Donnerstag, 21. Februar, um 19 Uhr Lieder und literarische Texte von Friedrich Martin Seitz vor.

Die Retrospektive ist bis Sonntag, 5. Mai, zu sehen.