Studie: Die Einkommen sind leicht gestiegen

Erstellt am 22. November 2010 | 00:00
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ANALYSE / Frauen verdienen aber auch im Bezirk wesentlich weniger als Männer, so das Ergebnis der Untersuchung der AK.

BEZIRK ST. PÖLTEN / 51 Euro mehr pro Monat blieb den Niederösterreichern im Jahr 2009 im Geldbörsel. Auch im Bezirk St. Pölten sind die Einkommen leicht gestiegen, das geht aus der aktuellen Einkommensanalyse der Arbeiterkammer Niederösterreich hervor.

„Die vorliegende Studie wirft allerdings auch ein Schlaglicht auf die Einkommensunterschiede“, betont Arbeiterkammer-Präsident Hermann Haneder: „Frauen in Niederösterreich verdienen weiterhin wesentlich weniger als Männer.“ Das ist auch im Bezirk St. Pölten der Fall: Die Einkommensungleichheit zwischen Frauen und Männern war die dritthöchste eines niederösterreichischen Bezirks, das durchschnittliche Einkommen der Frauen lag bei nur 59,8 Prozent von jenem der Männer. Nicht ganz so schlimm ist es in der Stadt St. Pölten: hier ist die geschlechtsspezifische Einkommensungleichheit die zweitniedrigste in Niederösterreich, das Medianeinkommen der Frauen lag bei 69,6 Prozent von jenem der Männer.

Gegenüber 2008 gab es im Bezirk St. Pölten reale Einkommensgewinne in der Höhe von 1,72 Prozent. Das Medianeinkommen betrug 1.845 Euro und lag damit um 0,7 Prozent über dem niederösterreichischen Einkommensniveau. Im NÖ-Ranking belegt der Bezirk St. Pölten damit den neunten Platz, während die Stadt St. Pölten auf Platz 4 gelandet ist: Das Medianeinkommen betrug in der Stadt 1.915 Euro und lag damit um 4,4 Prozent über dem niederösterreichischen Einkommensniveau. Spitzenreiter im Land ist der Bezirk Amstetten mit 1968 Euro.

Hermann Haneder betont: „Für das Krisenjahr 2009 hat sich gezeigt, wie wichtig gute Lohnabschlüsse in wirtschaftlich schwierigen Zeiten sind.“

Die Studie bestärke die Arbeiterkammer in ihrer langjährigen Forderung nach fairem Einkommen.