Bei Schlaganfall-Verdacht: Rasch handeln. Tipps vom Roten Kreuz St. Pölten: Auch wenn typische Symptome nur kurz andauern, sollte man sich sofort untersuchen lassen.

Von Nadja Straubinger. Erstellt am 30. Juli 2021 (03:25)
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Mit dem FAST-Schema (siehe Infobox) kann ein Schlaganfall erkannt werden.
ÖRK/Markus Hechenberger, ÖRK/Markus Hechenberger

Gerade noch ist es heiß mit Temperaturen jenseits der 30 Grad. Wenige Stunden später kommt das Sommergewitter und die Temperatur sinkt. Seit einigen Jahren ist bekannt, dass Temperaturstürze um über drei Grad die Gefahr für Schlaganfälle stark erhöhen. Matthias Oppl, Experte für Erste Hilfe beim Roten Kreuz St. Pölten, erklärt, wie man einen Schlaganfall erkennt und was zu tun ist.

Ein Schlaganfall ist eine akute Durchblutungsstörung des Gehirns. Das kann zu lebensbedrohlichen Ausfallerscheinungen des Bewusstseins sowie von Atem und Kreislauf führen. „Deswegen ist es wichtig, schnell zu handeln“, weiß Oppl. Symptome treten in unterschiedlicher Intensität auf. „Darum sollte man auf jede plötzlich auftretende Veränderung achten, auch wenn sie nur für kurze Zeit andauert.“ Typisch sind etwa eine einseitige Lähmung mit herabhängendem Mundwinkel, plötzliche Sprach- und Sehstörungen, Schwindelgefühl sowie Verwirrtheit. „Es ist möglich, dass man den eigenen Schlaganfall selbst erkennt. Schwindel, Gangunsicherheit oder eine herunterhängende Gesichtshälfte können Symptome sein. Zögern Sie nicht und wählen Sie den Notruf 144“, rät der Lehrsanitäter. Inzwischen sollte man den Patienten beruhigen und ihn stützen, damit er nicht stürzt. „Decken Sie den Erkrankten zu, öffnen Sie beengende Kleidung und sorgen Sie für Frischluft“, rät das Rote Kreuz, beim Patienten zu bleiben, bis die Rettung eintrifft.

Beste Prävention gegen einen Schlaganfall ist ein gesunder Lebensstil, denn Rauchen, hoher Blutdruck, Diabetes, ein hoher Cholesterinspiegel, zu viel Alkohol, Bewegungsmangel und Stress begünstigen die Entstehung eines Schlaganfalls.