Hausmann wird abermals saniert. Unternehmen soll „redimensioniert werden“. St. Pöltner Filialen bleiben aber weiterhin offen. Ebenso Krems und im Wiener Auhofcenter.

Von Martin Gruber-Dorninger. Erstellt am 24. September 2020 (13:56)
Max Steiner

Bereits 2017 wurde das St. Pöltner Traditionsunternehmen Georg Hausmann KG in einem Insolvenzverfahren erfolgreich saniert. Nun wurde auf Eigenantrag des Gesellschafters Georg Antauer ein neuerliches Insolvenzverfahren eröffnet. Hauptinsolvenzursache ist der coronabedingte Einbruch des Geschäfts mit Reisegepäck, das bei Hausmann etwa 40 Prozent des Umsatzes ausmacht. „Im gesamten Monat Mai haben wir so viel Umsatz gemacht, wie normalerweise an einem einzigen Maitag“, veranschaulicht Antauer die Lage.

 Bei Hausmann sind derzeit 33 Personen beschäftigt. „Das Unternehmen soll redimensioniert fortgeführt werden. Durch Filialschließungen sollen 18 Arbeitnehmer ihren Arbeitsplatz verlieren“, berichtet Gerhard M. Weinhofer vom Österreichischen Verband Creditreform. Fix bestehen bleiben die drei Geschäfte in St. Pölten und Krems sowie die Filiale im Auhofcenter in Wien.

„Wr. Neustadt ist noch fraglich“, so Antauer. Der Gesellschafter beteuert, dass der Warenfluss weiterhin einwandfreifunktioniert und die Kunden in gewohnter Form aus dem vollen Sortiment schöpfen können. „Wir hoffen, dass im Herbst und im Winter das Geschäft wieder anspringt und alles in gewohnter Form weiterläuft“, ist Antauer optimistisch.

Weiterlaufen in gewohnter Form, wird auch das Internetportal „Büroprofi“ von Hausmann. Hier können Firmen Büromaterial einkaufen. „Diese Sparte läuft sehr erfolgreich“, so Antauer.